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Rolf Beilschmidt ist Hauptgeschäftsführer des Landessportbundes Thüringen

Der Doping-Opfer-Hilfeverein (DOH) hat den ehemaligen Weltklasse-Hochspringer Rolf Beilschmidt wegen dessen Stasi-Kontakten zum Rücktritt von seinem Amt als Hauptgeschäftsführer des Landessportbundes (LSB) Thüringen aufgefordert.

Nach Ansicht des DOH habe Beilschmidt "die Öffentlichkeit über seine jahrelange Zusammenarbeit mit der DDR-Staatssicherheit bis zum Mauerfall belogen".

Am vergangenen Wochenende hatte unter anderem das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" über neue Aktenfunde über Beilschmidt berichtet.

Inzwischen habe Beilschmidt nach Angaben der Thüringer Allgemeinen Einsicht in die neuen Unterlagen beantragt.

Der LSB will die Stasi-Kommission des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) um eine neuerliche Bewertung des Sachverhalts bitten.

Kontakte zur Staatssicherheit hatte Beilschmidt in der Vergangenheit bereits zugegeben, die neuen Funde sollen jedoch eine weitergehende Zusammenarbeit mit der Staatssicherheit belegen.

Der heute 61 Jahre alte Beilschmidt war nach der Wende von 1991 bis 2001 Leiter des Olympiastützpunktes Thüringen.

Im Anschluss wurde er Hauptgeschäftsführer des Landessportbundes (LSB) Thüringen und bekleidet das ranghöchste Funktionärsamt im Sport des Freistaats bis heute.

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