Starker Smog hat den Teilnehmern des Marathons in der chinesischen Hauptstadt Peking stark zugesetzt.

Zahlreiche Läufer unter den 25.000 Startern trugen am Sonntag Schutzmasken, da die Luftverschmutzung den von der Weltgesundheitsorganisation WHO maximal empfohlenen Wert um das 16-fache überschritt.

Forderungen nach einer Absage kamen die Organisatoren nicht nach.

"Als ich nach zehn Kilometern den Zustand meiner Maske gesehen habe, war mir klar: Genug ist genug", sagte der britische Läufer Chas Pope, nach seiner Aufgabe.

Die Feinstaubbelastung lag in Teilen von Peking beim Start bei 400 Mikrogramm pro Kubikmeter.

Die WHO sieht ab 25 Mikrogramm die Gesundheit beeinträchtigt.

Die US-Botschaft in Peking hatte die Bedingungen als "riskant" bezeichnet.

Zahlreiche Top-Läufer verzichteten auf das Rennen, das der Äthiopier Girmay Birhanu in 2:10:42 Stunden gewann.

Bei den Frauen siegte seine Landsfrau Fatuma Sado Dergo in 2:30:03.

Die Organisatoren des Marathons hatten zuvor erklärt, eine Absage wäre "sehr schwierig" geworden, da "fast die Hälfte der Athleten aus anderen Ländern oder aus Regionen außerhalb Pekings" angereist seien.

China kämpft seit Jahren gegen extreme Luftverschmutzung, Hauptursache ist neben Autoabgasen vor allem die hohe Kohleabhängigkeit bei der Energiegewinnung.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel