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Die Ermittlungen in Freiburg gehen mit Letizia Paoli weiter

Die Aufklärung der Dopingvergangenheit der Universität Freiburg wird mit Letizia Paoli fortgesetzt.

Die Vorsitzende der Evaluierungskommission stellte am Donnerstag ihren für den 7. November angekündigten Rücktritt wegen Behinderungen der Kommissionsarbeit vorerst zurück

Baden-Württembergs Wissenschaftsministerin Theresia Bauer habe "mittlerweile öffentlich zugesagt, dass die Aufklärungsarbeiten durch die Kommission abgeschlossen werden können", teilte Paoli mit und begrüßte, dass Bauer "damit auf unsere Kritik an den Verzögerungen der Aufklärungsarbeit eingegangen ist".

Der Vorwurf: Uni-Rektor Hans-Jochen Schiewer habe die Aufklärungsarbeit systematisch behindert und verschleppt.

Jahrelang sollen beispielsweise Regalmeter an Beweisen im Haus einer Universitätsmitarbeiterin gelagert worden sein.

Mit seiner Haltung versuche Schiewer "die Kommissionsvorsitzende weiter in den Rücktritt zu treiben", hatte Kommissionsmitglied Gerhard Treutlein Ende Oktober mitgeteilt.

Paoli wolle "zusammen mit ihrem Stellvertreter Hellmut Mahler bis auf weiteres die Kommission führen", zudem kündigte die Wissenschaftlerin die Veröffentlichung eines Papiers an, welches "die notwendigen Voraussetzungen für einen erfolgreichen Abschluss der Aufklärungsarbeit darlegen" soll.

Offene Fragen müssten nun durch die Universität umgehend ausgeräumt werden, teilte Paoli mit. Zuletzt hatte der Senat der Albert-Ludwigs-Hochschule in einer Presseerklärung den "unverzüglichen" Abschluss der Arbeit der unabhängigen Evaluierungskommission gefordert.

Paoli hatte ein zeitiges Ende ihrer Untersuchung aufgrund der Datenmasse zuletzt für unmöglich erklärt.

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