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Die B-Probe ist positiv, der Name des Dopingsünders aber noch unbekannt

Der Dopingskandal im internationalen Badmintonsport ist seit Samstag offiziell, der Name des unter Verdacht stehenden Weltranglistenersten Lee Chong Wei wurde allerdings weiterhin nicht bestätigt.

Wie Malaysias Verbandsvizepräsident Norza Zakaria auf einer Pressekonferenz mitteilte, wurde auch in der B-Probe des getesteten Sportlers das verbotene Dexamethason nachgewiesen, ein entzündungshemmendes Glukokortikoid.

Der Sportler, dessen Name aufgrund des schwebenden Verfahrens nicht genannt werden könne, wurde vorläufig gesperrt.

Unter anderem solle noch eine Anhörung vor dem Badminton-Weltverband IBF folgen. "Das Test-Ergebnis hat die Existenz von Dexamethason in der Probe bestätigt", sagte Zakaria.

Ende Oktober hatte die malaysische Zeitung New Straits Times berichtet, dass Lee Chong Wei gemeinsam mit Zakaria zur Öffnung der B-Probe in die norwegische Hauptstadt Oslo gereist sei.

Zuvor hatten malaysische Medien übereinstimmend berichtet, Wei sei im August bei der WM in Kopenhagen positiv auf eine verbotene Substanz getestet worden.

Malaysias Sportminister Khairy Jamaluddin bestätigte zwar schnell einen positiven Befund, nannte jedoch keinen Namen.

Der 32 Jahre alte Lee gilt in seiner malaysischen Heimat als millionenschwerer Superstar. Der 1,70 m kleine Athlet gewann in seiner Karriere zahlreiche Super-Series-Turniere, stand aber bei Olympischen Spielen stets im Schatten des Chinesen Lin Dan, der ihm 2008 in Peking und 2012 in London Gold wegschnappte.

Bei der WM in Kopenhagen war Lee im Finale Lins Landsmann Chen Long unterlegen.

Ohne auf Namen einzugehen, teilte Zakaria in einer ebenfalls am Samstag veröffentlichten Pressemeldung mit, dass "wir glauben, dass der Spieler ein hart arbeitender Athlet ist. Wir glauben auch, dass er im Kampf um den Erfolg nie auf Abkürzungen zurückgegriffen hat."

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