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Gordon Rapp ist Präsident des Deutschen Fechter-Bundes

Leipzig hofft auf den Zuschlag für die Fecht-WM 2017 und will den umstrittenen Konkurrent Doha (Katar) ausstechen.

Am Freitag vergibt der Weltverband FIE in Rom die Titelkämpfe, die beiden Städte sind die einzigen Kandidaten.

Leipzig gilt als Fechterstadt, hatte die WM zuletzt 2005 ausgerichtet. 2010 war die EM zu Gast in der Messestadt.

"Ich bin der Überzeugung, dass man auch im Sport noch mit sinnvollen Argumenten durchdringen kann", sagte Gordon Rapp, Präsident des Deutschen Fechter-Bundes (DFeB), "auch wenn wir nicht die Summen zahlen können."

Der Etat der deutschen Bewerbung soll bei rund einer Million Euro liegen. Doha plant angeblich mit dem dreifachen Etat.

"Das ist aus meiner Sicht nicht notwendig", sagte Rapp.

Das Wüsten-Emirat würde mit dem Zuschlag seine WM-Serie ergänzen: Im Dezember ist die Schwimm-WM (Kurzbahn) zu Gast, im Januar 2015 die Handball-WM. 2016 folgt die Straßenrad-WM, 2018 die Turn-WM und erst am Dienstag wurde für 2019 die Leichtathletik-WM nach Katar vergeben.

Vor allem seit der Vergabe der Fußball-WM 2022 nach Katar steht der Wüstenstaat wegen Verstößen gegen Menschen- und Arbeitsrechte international in der Kritik.

"Es wäre ein gutes Zeichen, wenn sich die FIE für Deutschland aussprechen und ein Signal gegen den Gigantismus im internationalen Sport setzen würde", sagte DFeB-Sportdirektor Sven Ressel mit Blick auf den finanzstarken Konkurrenten: "Wenn am Ende das Geld für die Entscheidung sorgt, haben wir keine Chance."

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