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Die nationale niederländische Anti-Doping-Agentur "Dopingautoriteit" steht vor finanziellen Problemen.

Wenn am 1. Januar 2015 die international verschärften Anti-Dopingregeln der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA in Kraft treten, kann die "Dopingautoriteit" nach eigenen Angaben die Bedingung, das Budget um zehn Prozent zu erhöhen, nicht erfüllen.

Das werde negative Auswirkungen auf die Dopingbekämpfung in den Niederlanden haben, sagte der Direktor der Einrichtung, Herman Ram, der Tageszeitung "De Volkskrant".

Ab 2015 stellt die WADA an die nationalen Anti-Doping-Agenturen höhere Anforderungen.

Das bedeutet unter anderem, dass die Dopingautoriteit 60 Prozent der Kontrollen im Radsport und der Leichtathletik auch auf das Blutdopingmittel Epo kontrollieren muss.

Das soll nun auch bei Biathlon und Skilanglauf der Fall sein, obwohl die Niederlande in diesen Wintersportdisziplinen international keine Rolle spielen. Ram möchte das Geld lieber in den Sportarten einsetzen, in denen die Niederlande zur internationalen Spitze zählen.

Die niederländische Dopingautoriteit wird überwiegend aus den Erlösen der Lotterie "De Lotto" finanziert, die über Umsatzrückgang klagt.

Für Dopingkontrollen erhält sie 2015 wie in diesem Jahr jeweils einen Betrag von 825.000 Euro.

2014 sollen insgesamt 1710 Sportler kontrolliert werden. Ursprünglich sollten es jährlich 2500 sein, doch diese Zahl wurde nie erreicht.

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