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Fabian Hambüchen holte 2012 bei den Olympischen Spielen in London Silber am Reck

Der frühere Turn-Weltmeister Fabian Hambüchen hat eingeräumt, sich im Vergleich mit der jüngeren Konkurrenz immer mehr strecken zu müssen.

"Die Übungen werden immer schwieriger, vor allem die Jungen riskieren immer mehr. Es wird einfach Jahr für Jahr schwerer, bei dem Tempo Schritt zu halten", sagte der 27-Jährige den "Stuttgarter Nachrichten".

Zwar arbeite er nach wie vor hart im Training, aber "gewisse Belastungen steckt man natürlich nicht mehr so weg wie früher", so der Wetzlarer.

Beim DTB-Pokal am Wochenende in Stuttgart (28. bis 30. November) peilt der zweifache Olympiamedaillengewinner dennoch einen Podestplatz an: "Das ist mein Ziel. Aber ich bin auch Realist, ich weiß, dass das richtig schwer wird. Die Jungen werden einfach immer stärker".

Die Zukunft des deutschen Turnens bewertete Hambüchen angesichts der aktuellen Strukturen als problematisch.

Besonders das verkürzte G8-Abitur sei "Gift für die Entwicklung" vieler Talente: "Alles ist komprimiert, man muss viel schneller noch mehr lernen, hockt bis teilweise spätnachmittags in der Schule und soll sich dann noch zu einem Top-Leistungssportler entwickeln - das geht einfach nicht."

Ein weiteres Problem sei, "dass es zu wenige gut bezahlte Trainerjobs" gebe.

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