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Die NADA ist die deutsche Instanz in der Doping-Bekämpfung
Die RUSADA will die Doping-Vorwürfe aufklären © getty

Die russische Anti-Doping-Agentur RUSADA hat im Nachgang der "ARD"-Berichte über staatlich unterstütztes Doping und massive Korruption im russischen Sport eine eigene Untersuchung angekündigt.

"Um die Gültigkeit der Sachverhalte zu überprüfen, die von der ARD in ihrer Dokumentation ausgestrahlt wurden, eröffnet die RUSADA ihre eigenen Ermittlungen", hieß es am Freitag in einer Mitteilung.

Dabei gehe es sowohl um die gezeigten Personen als auch die von ihnen getätigten Aussagen.

Am Ende der Untersuchung werden die Ergebnisse auf der offiziellen Website der RUSADA veröffentlicht.

Noch am Donnerstag hatte RUSADA-Generaldirektor Nikita Kamajew der Nachrichtenagentur "AFP" gesagt: "Wir haben keine wirklichen Dokumente, die jene Anschuldigungen bekräftigen. Solange es kein offizielles Gesuch der Welt-Anti-Doping-Agentur in dieser Sache gibt, sind dies für uns nichts anderes als schamlose Spekulationen."

Die "ARD"-Sendung "Geheimsache Doping: Wie Russland seine Sieger macht" hatte am Mittwoch zahlreiche Zeugenaussagen und belastende Dokumente zu systematischem Doping im russischen Spitzensport geliefert.

Dabei waren vor allem der russische Leichtathletik-Verband sowie deren Präsident Walentin Balachnitschew, gleichzeitig Schatzmeister des Weltverbandes IAAF, belastet worden.

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