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Dopingprobe
Eine Sammlung von Blutproben (Symbolbild) © Getty Images

Die Doping-Experten Perikles Simon (Mainz) und Fritz Sörgel (Nürnberg) sollen die Evaluierungskommission verstärken, die die Doping-Vergangenheit an der Universität Freiburg untersucht.

Offenbar hat die Kommissionsvorsitzende Letizia Paoli bereits die Zusagen der beiden Wissenschaftler erhalten. Sörgel leitet das Instituts für Biomedizinische und Pharmazeutische Forschung (IBMP) in Heroldsberg bei Nürnberg, der Sportmediziner und Gendoping-Experte Simon forscht an der Universität Mainz.

Zudem soll auch der Schweizer Hans Hoppeler, Leiter der Abteilung für funktionelle Anatomie an der Universität Bern, neues Mitglied der Kommission werden.

Ob die drei Experten allerdings jemals in der Kommission die drei zuletzt frei gewordenen Stellen besetzen werden, ist ungewiss.

Am Dienstag treffen sich die Kommissionsmitglieder im Landes-Wissenschaftsministerium in Stuttgart mit Ministerin Theresia Bauer und der Uni-Leitung zu einem Krisengespräch, in dem es um die Fortsetzung der Arbeit des unabhängigen Gremiums geht. Die Fronten sind maximal verhärtet.

Die Universität drängt auf einen sofortigen Abschlussbericht der Kommission und will die restliche Aufklärung durch ein internes Gremium erledigen lassen.

Die derzeit tätige Kommission wirft der Uni-Leitung vor, unabhängige Aufklärung mit allen Mitteln verhindern zu wollen. Paoli, die vor dem Schlichtertreffen bereits mit Rücktritt gedroht hat, fordert nachdrücklich, die Arbeit fortsetzen zu dürfen - mit den drei neuen Fachexperten, die bei der Analyse zuletzt aufgetauchter Akten helfen sollen.

Dabei handelt es sich um 60 Aktenordner zu den Ermittlungen in den bereits abgeschlossenen Verfahren gegen Professor Armin Klümper, einer der Schlüsselfiguren in der Dopingvergangeneheit der Freiburger Universität. Paoli sagte, der Inhalt der Akten sei von "dopinghistorisch einzigartiger Bedeutung".

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