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Harvey Schiller ist Chefvermarkter des America's Cup
Harvey Schiller ist Chefvermarkter des America's Cup © Getty Images

Kleinere Katamarane und eine drastische Reduzierung der Kosten: Die Veranstalter des America's Cup 2017 streben aus wirtschaftlichen Gründen einen Kurswechsel an.

"Die operativen Kosten sind mit einem Boot wie dem AC62 deutlich zu hoch", sagte Chefvermarkter Harvey Schiller: "Wir tragen die Verantwortung dafür, dass der America's Cup langfristig gesund ist. Ein kleineres Boot ab 2017 wäre ein Schritt in die richtige Richtung."

Schiller sprach sich für die Nutzung von etwa fünf Meter kürzeren AC45-Katamaranen aus, die bei der 34. Ausgabe des wichtigsten Segelrennens der Welt im Jahr 2013 vor San Francisco schon für spektakuläre Bilder gesorgt hatten.

Auch in den laufenden Vorregatten bis zum Hauptevent vor den Bahamas im Jahr 2017 setzen die Organisatoren auf die kleineren Boote.

Die Planänderung trifft beim britischen Segel-Star Sir Ben Ainslie auf Zustimmung. "Eine große Veränderung ist notwendig, wenn wir einen nachhaltigen Cup entwickeln wollen", sagte der 38-Jährige, der vor eineinhalb Jahren mit dem US-Team Oracle triumphierte: "Die Boote führen zu signifikanten Einsparungen, bieten aber immer noch eine große Herausforderung für Segler und Designer."

Auch Skipper Franck Cammas vom Team Frankreich begrüßt das Umdenken der Veranstalter: "Jetzt ist es möglich, ein sehr wettbewerbsfähiges Team mit einem Budget zwischen 15 und 20 Millionen Euro aufzustellen, das in der Lage ist zu gewinnen."

Bis Ende März soll eine Entscheidung getroffen werden.

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