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IOC-Boss Thomas Bach ist seit 2013 im Amt
Thomas Bach ist seit 2013 IOC-Präsident © Getty Images

Nach seinem offenen Streit mit SportAccord-Präsident Marius Vizer in Sotschi hat IOC-Präsident Thomas Bach viel Rückendeckung erhalten.

Der in den internationalen Verbänden mächtige Scheich Ahmad Al-Sabah, Präsident der Vereinigung Nationaler Olympischer Komitees (ANOC), schlug sich auf Bachs Seite und widersprach Vizers Kritik am Reformwerk Agenda 2020.

"Als ANOC-Präsident und Vizepräsident eines internationalen Verbandes weiß ich, dass IOC-Präsident Bach die NOK's und die internationalen Verbände angehört hat", sagte der Scheich zum laut Vizer intransparenten Verfahren und ergänzte: "Unter der Führung von Präsident Bach blicken wir einer vereinten und besseren Zukunft entgegen."

Auch Wu Ching-Kuo, Präsident des Internationalen Boxsport-Verbandes (AIBA), signalisierte Bach vollste Unterstützung. "In mehr als 30 Jahren Erfahrung habe ich so etwas noch nicht gesehen", sagte der Taiwanese über den Auftritt von Vizer. "Sein Votrag war völlig inakzeptabel."

Wie Wu bestätigte, gehört die AIBA zu den 15 internationalen Sport-Verbänden, die sich in einem Brief offiziell über Vizer beschwert hatten. Der Internationale Leichtathletik-Verband IAAF und der Internationale Schießsport-Verband ISSF sind sogar aus dem SportAccord, der Vereinigung der 107 internationalen Sport-Verbände, ausgetreten.

Vizer hatte am Montag zum Auftakt der SportAccord-Generalversammlung in der russischen Olympiastadt Sotschi zum Rundumschlag gegen IOC und Bach sowie seiner Agenda 2020 ausgeholt.

Das IOC würde den SportAccord bei der Organisation von internationalen Multi-Sport-Events blockieren und dulde keine funktionierende Partnerschaft. Zudem sei die Agenda 2020 nicht transparent und bringe den Athleten und Verbänden kaum Nutzen.

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