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Beim Attentat auf den Boston-Marathon 2013 wurden drei Menschen getötet und 264 zum Teil schwer verletzt © Getty Images

Der Bombenleger des Terroranschlags beim Boston Marathon 2013, Dschochar Zarnajew, ist von einem amerikanischen Geschworenengericht zum Tode verurteilt worden.

Das berichteten CNN und der Boston Globe am Freitag übereinstimmend. Nach 14 Stunden Beratung entschieden sich die zwölf Männer und Frauen der Jury demnach für die Todesstrafe und damit gegen eine lebenslange Haftstrafe.

Am 15. April 2013 hatten die Brüder Tamerlan und Dschochar Zarnajew zwei Bomben im Zielbereich des Marathons gezündet.

Bei dem Anschlag waren drei Menschen ums Leben gekommen, 264 wurden zum Teil schwer verletzt. Auf ihrer Flucht erschoss das Brüderpaar außerdem einen Polizisten, ehe Tamerlan bei einer Verfolgungsjagd mit der Polizei selbst getötet wurde. Dschochar wurde vier Tage nach dem Anschlag festgenommen.

Die Geschworenen hatten Zarnajew bereits Anfang April in allen 30 Anklagepunkten für schuldig befunden, wobei auf 17 davon die Todesstrafe stand. Die Verteidigung plädierte auf eine lebenslange Haftstrafe und hatte ihn als Mitläufer seines älteren Bruders dargestellt. Der Anschlag gilt in den USA als der schwerste seit den Terroranschlägen vom 11. September.

Der Bostoner Volkslauf ist der älteste Stadtmarathon der Welt. In diesem Jahr sicherten rund 3500 Beamte die Veranstaltung ab, zudem kamen auch Bombenspürhunde zum Einsatz.

Wie schon bei der emotionalen Rückkehr 2014 durften Zuschauer keine Rucksäcke, große Handtaschen oder Decken mit sich führen. Die Polizei forderte die Besucher auf, persönliche Dinge in einer durchsichtigen Tasche zu transportieren. Mit der Kampagne "Siehst du etwas, sag' etwas" wurden die Teilnehmer und Zuschauer außerdem dazu aufgefordert, Verdächtiges umgehend zu melden.

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