vergrößernverkleinern
Anti-Doping-Labor in London
Die Evaluierungskommission der Freiburger Sportmedizin untersucht die Doping-Vergangenheit der Freiburger Uni © Getty Images

Der Heidelberger Doping-Experte Andreas Singler ist offiziell kein Mitglied der Evaluierungskommission Freiburger Sportmedizin mehr.

Wie erwartet bestätigte Hans-Jochen Schiewer, Rektor der Albert-Ludwigs-Universität, den angekündigten Rücktritt Singlers.

Die von der Kommission beantragte Entlassung Singlers wegen Verstoßes gegen die Geschäftsordnung hat sich damit erübrigt. Dies gab die Universität am Montag per Pressemitteilung bekannt.

Singler war in die Kritik geraten, nachdem er am 2. März ohne Absprache mit den weiteren Kommissionsmitgliedern erste Erkenntnisse der jahrelangen Ermittlungen zur Doping-Vergangenheit an der Freiburger Universität veröffentlicht hatte.

Dabei hatte er den Fußball und Radsport schwer belastet. Die Kommissionsvorsitzende Letizia Paoli, die Singlers Alleingang mehrfach kritisiert hatte, sprach zuletzt von einem zerstörten Vertrauensverhältnis.

Singler, der 2012 als Mitglied in die Kommission aufgenommen worden war und mit der Erstellung mehrerer Gutachten beauftragt wurde, steht mit seinem Abschied aus dem Gremium nicht allein da. Ende April hatte Heinz Schöch, seit 2011 Mitglied der zuständigen Kommission, in einem offenen Brief seinen Rücktritt angekündigt und seinerseits Paoli scharf kritisiert.

Video
teilentwitternsammelnE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel