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Deutschland-Achter
Der Deutschland-Achter bestimmt seit Jahren die internationalen Rennen © Getty Images

Der Deutschland-Achter hat beim Weltcup im italienischen Varese seine erste Niederlage in der vorolympischen Saison kassiert.

Das Flaggschiff des Deutschen Ruderverbandes (DRV) musste im Endlauf in 5:27,28 Minuten Weltmeister Großbritannien (5:26,93) den Vortritt lassen. Dritter wurde das Großboot aus den USA (5:29,38).

"Die Briten sind einen sehr guten Endspurt gefahren, darauf waren wir nicht gefasst", sagte Trainer Ralf Holtmeyer, dessen Crew bis 200 m vor dem Ziel noch vorne gelegen hatte. "Die Briten sind uns da noch gerade etwas voraus, aber bis zur WM sind es noch zwei Monate Zeit."

Für den Achter war es die erste Niederlage seit der letztjährigen WM im August - ebenfalls gegen Großbritannien.

Zuvor hatte die Crew um Schlagmann Hannes Ocik beim ersten Weltcup in Bled/Slowenien und bei der EM Ende Mai im polnischen Posen jeweils triumphiert. "Auf den letzten 500 Metern waren wir uns nicht mehr einig", so Ocik selbstkritisch: "Aus dieser Niederlage nehmen wir aber vielleicht mehr mit, als wenn wir knapp gewonnen hätten."

Einen souveränen Sieg für den DRV in einer olympischen Bootsklasse feierte dagegen der Doppelvierer der Frauen (6:14,46) mit den Europameisterinnen Annekatrin Thiele, Carina Bär, Marie-Catherine Arnold und Lisa Schmidla.

Silber gewann der Doppelvierer der Männer (5:44,27), einen dritten Platz holten die EM-Zweiten Ronja Fini Sturm/Marie-Louise Dräger (Brandenburg/Rostock) im Leichtgewichts-Doppelzweier (6:58,57).

"Wir sind grundsätzlich zufrieden mit den Ergebnissen. Gerade bei den Frauen haben wir eine starke Entwicklung gezeigt", resümierte Bundestrainer Marcus Schwarzrock. "Für die WM sehe ich sechs Optionen auf eine Medaille."

Das Weltcupfinale findet in Luzern (10. bis 12. Juli) statt. Saisonhöhepunkt sind die Weltmeisterschaften im französischen Aiguebelette (30. August bis 6. September). Dort werden auch die Quotenplätze für Rio 2016 vergeben.

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