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Rowdy Roddy Piper WWE Wrestling Tod tot
Roddy Piper stand im Hauptkampf der ersten WrestleMania © Getty Images

Nach eigenen Angaben war er der Grund dafür, dass Hulk Hogan seine Haare verlor: Wrestling-Legende "Rowdy" Roddy Piper ist überraschend verstorben.

Die Wrestlingwelt trauert um eine ihrer charismatischsten Figuren: "Rowdy" Roddy Piper, Hall-of-Fame-Mitglied der WWE, ist im Alter von 61 Jahren überraschend verstorben.

In der Nacht zum Samstag vermeldete das Promi-Portal TMZ, dass Piper am Freitag tot in seinem Haus in Hollywood aufgefunden wurde. Er hatte im Schlaf einen Herzstillstand erlitten.

Piper, bürgerlicher Name Roderick George Toombs, wurde in Kanada geboren, trat im Wrestlingring aber nach Vorbild seiner Vorfahren in der Rolle als heißblütiger Schotte mit Kilt und Dudelsackeinmarsch auf. Er war zwar nie World Champion einer großen Liga, galt aber als einer der besten Bösewichte des Geschäfts, vor allem wegen seines Talents, Gegner und Fans am Mikrofon in Grund und Boden zu reden.

Pipers meist improvisierten Monologe, Interview-Segmente und Sprüche ("I am the reason Hulk Hogan lost his hair" - "Just when you think you know the answers, I change the questions") sind legendär.

Roddy Piper und Schauspieler Mickey Rourke im Jahr 2008 bei der Premiere des Films "The Wrestler"
Piper und Schauspieler Mickey Rourke im Jahr 2008 bei der Premiere des Films "The Wrestler" © Getty Images

"Unterhaltsam, bombastisch"

"Roddy Piper war einer der unterhaltsamsten, kontroversesten und bombastischsten WWE-Performer aller Zeiten, geliebt von Millionen von Fans in aller Welt", teilte WWE-Chef Vince McMahon mit, der früher zusammen mit Piper auch Kommentator diverser Shows der früheren WWF war: "Ich spreche seiner Familie mein tiefestes Beileid aus."

Seine größte Zeit erlebte Piper in den achtziger Jahren, bei der ersten WrestleMania 1985 war er Hauptkampfgegner von Hulk Hogan und Schauspieler Mr. T. Piper landete ebenfalls einige Rollen im Filmgeschäft, unter anderem als Hauptdarsteller im Science-Fiction-Horror "Sie leben".

Ein Mann für kontroverse Momente

Noch vor wenigen Tagen hatte TMZ Piper zur Rassismus-Affäre Hogansinterviewt, er verstrickte sich dabei in recht eigenwillige Ideen wie: "Wir Wrestler haben gar keine Zeit, Rassisten zu sein."

Ihm selbst wurde dabei auch vorgeworfen, in seiner Rolle die Grenzen bei dem Thema zu sehr ausgelotet zu haben: Zu seinen berühmtesten Showmomenten gehörten ein Segment, in dem er den fidschianischen Wrestler Jimmy Snuka erst rassistisch beschimpfte und dann mit einer Kokosnuss niederschlug - und ein Match gegen den Afroamerikaner Bad News Brown, für das sich Piper eine Hälfte seines Körpers schwarz anmalte. Eine Show in Los Angeles brachte er einmal an den Rand des Abbruchs, als er ankündigte, für die lateinamerikanischen Fans die mexikanische Nationalhymne auf dem Dudelsack vorzutragen - und "La Cucaracha" spielte.

Bei Piper wurde 2006 eine Krebserkrankung festgestellt, die er jedoch noch besiegen konnte. Er hinterlässt seine Ehefrau Kitty und vier Kinder.

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