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Misha Zilberman trifft zum WM-Auftakt auf Hsu Jen Hao aus Taiwan
Misha Zilberman trifft zum WM-Auftakt auf Hsu Jen Hao aus Taiwan © Getty Images

Der israelische Badmintonprofi Misha Zilberman droht die Weltmeisterschaften in der kommenden Woche im indonesischen Jakarta wegen Streitigkeiten um sein Visum zu verpassen.

Bei Facebook berichtete der Weltranglisten-44. über seine Probleme bei der Einreise ins Land mit der größten muslimischen Bevölkerung der Erde.

"Nach sechs Monaten Briefverkehr und nachdem ich alle angeforderten Dokumente eingereicht habe und nach Singapur gereist bin, sagen sie noch immer 'Nein'", schrieb Zilberman.

Der 26 Jahre alte Olympiateilnehmer von London 2012 richtete seine Vorwürfe auch gegen den Weltverband BWF: "Die World Badminton Federation wusste davon und hat mir nicht geholfen. Sie haben es vorgezogen, den Fall zu ignorieren und zu warten, bis er vorüber ist."

Da Indonesien und Israel keine offiziellen diplomatischen Beziehungen pflegen, braucht Zilberman eine Einladung des indonesischen Verbandes.

Die Einladung sei erfolgt, die Verzögerung könne sie sich nicht erklären, sagte eine Verbandssprecherin.

Kritik an der indonesischen Regierung äußerte derweil der Jüdische Weltkongress, eine internationale Vereinigung jüdischer Gemeinschaften und Organisationen.

"Um es zu verdeutlichen: Wir haben hier einen weiteren offensichtlichen Versuch, Politik und Sport zu vermischen", sagte Kongress-Geschäftsführer Robert Singer: "Wenn diese Entscheidung bestehen bleibt, schadet sie dem indonesischen Ansehen in der Welt und wirft die Frage auf, ob das Land der richtige Ort dafür ist, solch ein prestigereiches Event auszurichten."

Das Olympische Komitee Israels bemüht sich weiter intensiv um eine Lösung des Konflikts, allerdings wird die Zeit knapp.

Zilbermans Auftaktmatch im Herreneinzel gegen Hsu Jen Hao aus Taiwan ist für Dienstag angesetzt.

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