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SPORT1-Redakteurin Tanja Eberl hat sich für die Altersklassen-WM im Badminton in Helsingborg qualifiziert
SPORT1-Redakteurin Tanja Eberl hat sich für die Altersklassen-WM im Badminton in Helsingborg qualifiziert © SPORT1-Grafik Gabriel Fehlandt

SPORT1-Redakteurin und Badminton-Ass Tanja Eberl stellt ihre Ernährung radikal um - und es fruchtet. Eberl berichtet in ihrem Blog über ihren Alltag und das Ziel WM.

Ich habe noch mal eine kleine Erholungswoche eingeschoben, bevor es in den Trainings-Endspurt geht.

Mit meiner Familie bin ich ans Meer gefahren. Jetzt heißt es nochmal Kraft tanken. Ich habe mir extra einen Campingplatz mit Fitnessraum gesucht. Der ist prima und es ist ja auch eine Freude, dies im Freien ausüben zu dürfen. Zudem schwimme ich viel und mit meinen Kindern spiele ich auf der Wiese und am Strand Badminton.

Ein Baustein, warum ich überhaupt wieder Badminton spielen kann, ist die Ernährung. Nachdem ich im letzten Jahr die schlimme Diagnose (Arthrose in beiden Kniegelenken – infolgedessen Badminton-Verbot) erhielt, war eine der Veränderungen, die ich vorgenommen habe, die Ernährung.

Ein indischer Ayuverda-Arzt bescheinigte mir eine absolute Übersäuerung aufgrund meiner Ernährung. Dies sei alles andere als gut für meine Knorpel.

Eine komplette Umstellung musste her. Ich begann mit basischer Ernährung. Zwei Wochen habe ich komplett auf säurehaltige Lebensmittel verzichtet – kein Getreide, tierische Produkte, Alkohol, Kaffee usw. Es ging recht schnell und ich fühlte mich irgendwie besser. Energiegeladener!

Da fiel es mir leicht, dies noch weiter durchzuhalten. Ich gab mir immer nur die Marschroute vor – noch eine Woche. Und die verlängerte sich aufgrund meines Wohlbefindens automatisch.

Praktischer Nebeneffekt war eine starke Gewichtsabnahme. Auch ein Vorteil, den kaputte Knie dankbar annehmen. Mit dem regelmäßigen Kraft- und Stabilitätstraining ging es weiter aufwärts. Ich konnte es kaum glauben. Schmerzfrei gehen und vor allem Sport zu treiben – ein ganz neues Lebensgefühl.

So blieb ich erstmal dabei. Nachdem ich jetzt aber mein Trainingspensum erhöht hatte, merkte ich, dass ich wieder etwas ändern musste.

Nach Absprache mit einem Arzt erlaube ich mir mittlerweile auch ein- bis zweimal die Woche ein Stück Fleisch, Fisch oder mal ein Ei. Getreide versuche ich immer noch zu vermeiden. Einzig beim Frühstück gibt es ab und zu einen Frischkornbrei aus Hafer, Dinkel und Kamut mit Obst.

Im Urlaub kann man das natürlich nicht ganz einhalten. Aber Ausnahmen sollte man sich auch mal genehmigen und dann sogar genießen. So ist es viel leichter durchzuhalten.

Der Aufwand insgesamt ist natürlich größer, vor allem mit Kindern. Hier versuche ich den Mittelweg zu finden, indem ich noch extra etwas für sie koche, was wichtig für deren Altersstufe ist. Nach dem Urlaub besuche ich mein erstes Trainingscamp in Südtirol. Aber jetzt heißt es nochmal Kraft tanken.

Die SPORT1-User können mich bei meiner Vorbereitung begleiten. Regelmäßig gibt es im Blog und über Twitter Trainings-Updates, Bilder, Videos und Einblicke in meinen Alltag zwischen Sport, Beruf und Familie.

Tanja Eberl wird auf ihrem Weg zur WM unterstützt von SPORT1 und Veolia

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