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Ironman - Frankfurt
Triathlet Jan Frodeno gewann in Frankfurt in neuem Streckenrekord © Getty Images

Bei der Wahl zum "Sportler des Monats" im Juli setzt sich Triathlet Jan Frodeno durch. Der Sieger der Ironman-EM in Frankfurt gewinnt knapp vor der Modernen Fünfkämpferin Lena Schöneborn.

Peking-Olympiasieger Jan Frodeno trotzte bei der Ironman-EM in Frankfurt nicht nur der brütenden Hitze sondern ließ auch dem amtierenden Welt- und Europameister, Sebastian Kienle, keine Chance. Sein Sieg in neuem Streckenrekord beeindruckte auch die 3.800 Sporthilfe-geförderten Athleten, die ihn mit 38,4 Prozent zum "Sportler des Monats" Juli wählten.

Hauchdünn dahinter liegt die Moderne Fünfkämpferin Lena Schöneborn (36,6 Prozent), die bei der Heim-WM in Berlin dem großen Druck standhielt und sich ihren ersten WM-Titel erkämpfte.

Platz drei geht an die blinde Schwimmerin Daniela Schulte, die bei der WM in Glasgow gleich vier Medaillen aus dem Wasser fischte – einmal Gold und dreimal Silber.

Frodeno trotzt den heißen Temperaturen

Starke Rennen hatte Jan Frodeno nach seinem Wechsel von der olympischen auf die Langdistanz bereits gezeigt. Vom Pech verfolgt hatte der 34-Jährige jedoch stets Pannen auf dem Rad, die einen Ironman-Sieg bislang verhinderten. In Frankfurt blieb ihm diesmal Ungemach erspart, und auch von Temperaturen über 35 Grad ließ sich der in Spanien trainierende Saarbrücker nicht aufhalten.

Mit Tagesbestzeiten in allen drei Disziplinen feierte der 34-Jährige einen vollkommen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg und verbesserte gar den Streckenrekord auf 7:49:48 Stunden.

Schöneborn hält Druck stand

Auf der Fünfkämpferin Lena Schöneborn lastete vor der Heim-WM ein großer Druck. Seit ihrem Olympiasieg 2008 ist die Berlinerin die Personifizierung des Pentathlon in Deutschland und stets die größte Medaillenhoffnung.

Nach mäßigem Start beim Schwimmen (Platz 28) kämpfte sich die 29-Jährige beim Fechten mit der Weltrekord-Bilanz von 30:5 Siegen auf Rang zwei vor und startete nach einem fehlerlosen Ritt auf Platz eins in den abschließenden Combined-Wettbewerb. Dort baute sie ihren Vorsprung sogar weiter aus und sicherte sich souverän WM-Titel und Olympia-Ticket.

Für die blinde Schwimmerin Daniela Schulte hielt die Spannung bei ihren WM-Rennen auch nach dem Anschlag am Beckenrand noch an. Erst wenn sie aus dem Becken steigt, darf der Bundestrainer ihr ihre Platzierung mitteilen. Und der hatte für die Berlinerin in Glasgow gleich viermal gute Nachrichten: Gold über 400 Meter Freistil sowie Silber über 100 Meter Freistil, 100 Meter Rücken und 200 Meter Lagen.

Der "Sportler des Monats" wird regelmäßig von den rund 3.800 geförderten Athletinnen und Athleten der Deutschen Sporthilfe ermittelt – unterstützt von der Athletenkommission im DOSB und SPORT1.

Die bisherigen "Sportler des Monats" 2015:
Januar: Simon Schempp (Biathlon)
Februar: Johannes Rydzek (Nordische Kombination)
März: Severin Freund (Skispringen)
April: Degen-Junioren (Fechten)
Mai: Deutschland-Achter (Rudern)
Juni: Alexander Nobis / Marvin Dogue (Moderner Fünfkampf)
Juli: Jan Frodeno (Triathlon)

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