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Martina Willing gewann Gold im Speerwurf
Martina Willing gewann Gold im Speerwurf © Getty Images

Martina Willing hat dem Deutschen Behindertensportverband (DBS) die siebte Goldmedaille bei der Leichtathletik-WM in Katar beschert.

Die 56-Jährige aus Cottbus gewann im Speerwurf deutlich mit 22,44 m und holte damit ihren sechsten Titel bei internationalen Meisterschaften, darunter fünf mit dem Speer. Die gebürtige Britin Marie Hawkeswood, die zuvor Silber mit der Kugel und Bronze mit dem Diskus gewonnen hatte, belegte mit 17,10 m Rang fünf.

"Heute hat es richtig gut gepasst. Dass ich so deutlich gewinne, habe ich nicht erwartet", sagte Willing, die mit Blick auf die Paralympics in Rio 2016 trotzdem `nicht die Hände in den Schoß legen" will: "Es wird auf der ganzen Welt hart trainiert, es schläft keiner. Aber wenn ich gesund bleibe und mich technisch noch ein ganz klein bisschen weiter entwickele, hoffe ich, dass ich auch da unschlagbar bin."

Willing litt bereits seit ihrer Geburt an einer Sehstörung und erblindete mit 21 vollständig. Nach einem Sturz im Langlauf bei den Winter-Paralympics 1994 in Lillehammer musste sie sich einer Knieoperation unterziehen. Eine durch die Betäubungsspritze ausgelöste Blutung im Rückenmark führte dabei zur Querschnittlähmung.

Vor Willing hatten in Katar bereits zweimal Marianne Buggenhagen (Kugel und Diskus), Markus Rehm und Vanessa Low im Weitsprung, David Behre über 400 m und Sebastian Dietz mit der Kugel Gold geholt.

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