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Anna Schaffelhuber gewann fünf Mal Gold bei den Paralympics
Anna Schaffelhuber holte bei den Olympischen Spielen in Sotschi fünf Mal Gold © Getty Images

Die alpinen Skifahrer Anna Schaffelhuber und Georg Kreiter sind die Behindertensportler des Jahres. In Abwesenheit der aus formellen Gründe nicht zugelassenen Leichtathleten war die Wahl des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS) ein Jahr nach den Winter-Paralympics von Sotschi damit fest in der Hand der Wintersportler.

Mannschaft des Jahres wurden zum siebten Mal seit 2006 die Rollstuhl-Basketballerinnen.

Die Leichtathleten um die Weitsprung-Weltrekordler Markus Rehm und Vanessa Low sowie 400-m-Weltmeister David Behre standen nicht zur Auswahl, da ihre WM in Katar erst Ende Oktober und damit nach der Nominierungsfrist stattfand.

Als "Trostpreis" gab es für die Leichtathleten den erstmals vergebenen Nachwuchspreis für Johannes Floors (Leverkusen). Der 20-Jährige hatte in Katar zusammen mit Rehm, Behre und Felix Streng Gold über 4x100 m gewonnen.

Die 22 Jahre alte Monoski-Fahrerin Schaffelhuber (Regensburg), die vor knapp zwei Wochen erst zur Weltbehinderten-Sportlerin gewählt worden war, gewann zum dritten Mal in Folge und zum vierten Mal in den vergangenen fünf Jahren.

Diesmal verwies die fünfmalige Paralympics-Sieger von Sotschi Andrea Eskau (Ski nordisch und Radsport/Magdeburg) und Denise Schindler (Radsport/Dachau) auf die Plätze.

Bei den Herren erlebte der Bayer Kreiter (Thanning) mit seiner ersten Wahl ein Happy End. Bei den Paralympics war er in seiner Spezialdisziplin Riesenslalom auf Goldkurs wegen einer Bodenwelle ausgeschieden und brauchte "längere Zeit, um das zu verarbeiten".

In Panorama/Kanada holte er dafür in diesem Jahr gleich zweimal WM-Gold und gewann nun auch die Wahl gegen Thomas Brüchle (Tischtennis/Lindau) und Martin Schulz (Paratriathlon/Leipzig).

Brüchle stand als Doppel mit Thomas Schmidberger (Düsseldorf) auch bei den Mannschaften zur Wahl, ebenso wie die Sitzvolleyballer. Die Ehrungen wurden am Samstagabend im Rahmen einer feierlichen Gala im Deutschen Sport- und Olympia-Museum in Köln verliehen.

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