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Holly Holm (r.) besiegte Ronda Rousey bei UFC 193 durch TKO
Holly Holm (r.) besiegte Ronda Rousey bei UFC 193 durch TKO © Getty Images

Für viele ist der Sieg von Holly Holm gegen Ronda Rousey eine Sensation - für sie selbst nicht. In einem Interview erklärt sie ihre Strategie.

Es gilt als Sensation, dass UFC-Queen Ronda Rousey am vergangenen Wochenende ihren WM-Titel an Holly Holm verloren hat.

Aus Sicht ihrer Bezwingerin ist es gar keine so große. In einem Interview bei FOX Sports hat Holm ausführlich dargelegt, was aus ihrer Sicht der Schlüssel zum Erfolg bei UFC 193 in Melbourne war: Rouseys fehlende Erfahrung mit Treffern im Nahkampf.

"Im Trainingscamp haben mir meine Leute immer gesagt: 'Holly, sie weiß nicht, wie es ist, getroffen zu werden, sie weiß nicht, wie sich das anfühlt."

Holm habe mit geschwollenen Augen, gebrochenem Arm, gebrochener Nase, blutiger Lippe und Cuts gekämpft: "Sie dagegen war das nicht gewohnt."

Unterschiedliche Hintergründe

Rousey und Holm stammen aus verschiedenen Kampfsporthintergründen: Rousey war olympische Bronzemedaillen-Gewinnerin als Judoka, Holm Boxweltmeisterin. Entsprechend unterschiedlich sind ihre stilistischen Schwerpunkte in den Mixed Martial Arts.

Die bisherige Titelträgerinnen im Bantamgewicht konnte in früheren Kämpfen schwere Wirkungstreffer stets vermeiden, genau das hat Holm als Trumpf erkannt: "Ich hatte das Gefühl: Je mehr ich sie treffe, desto mehr würde es sie frustrieren."

Ihre Trainer hätten einen entsprechenden Matchplan ausgearbeitet, den habe sie erfolgreich umgesetzt.

Holm schickte ihre Kontrahentin schließlich nach 59 Sekunden in der zweiten Runde mit einem brutalen Tritt an den Kopf zu Boden und siegte durch TKO. Rousey musste ins Krankenhaus und erhielt eine 180-tägige Wettkampfsperre.

"Ich war froh, dass es nicht nur ein Lucky Punch war", berichtete Holm: "Ich bin froh, dass es diese völlige Dominanz war."

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