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Einer von ihnen wird der neue Champion: Kevin Owens, Roman Reigns, Dean Ambrose und Alberto Del Rio (v.l.) © SPORT1-Grafik: Philipp Heinemann/Getty Images/Imago

Bei den Survivor Series ringen drei Top-Talente und ein Rückkehrer um den wichtigsten Wrestling-Titel. SPORT1 stellt sie vor - und sagt den Sieger voraus.

Drei aufstrebende Wrestling-Stars oder ein Veteran, der sein Überraschungs-Comeback krönt: Wer wird der neue Champion der WWE?

Die schwere Verletzung von Seth Rollins hat die Schaukampfliga gezwungen, einen neuen Titelträger zu suchen. Beim Großereignis Survivor Series am Sonntag endet das dazu angesetzte Turnier, bei der TV-Show Monday Night RAW wurde das Kandidatenfeld auf vier Halbfinalisten reduziert.

Kevin Owens:

Mit seinem kompakten Äußeren eher der Gegenentwurf zum typischen Star der WWE, weswegen viele ihm den Sprung dorthin nicht zugetraut hätten.

Er schaffte es und durfte bei seinem Hauptkader-Debüt im Mai gleich mal Überfigur John Cena klar besiegen. Ein krachender Einstand, der durch diverse Rückkampf-Niederlagen allerdings relativiert wurde. Trotzdem wird dem 31 Jahre alten Kanadier aufgrund seines Charismas und seiner Vielseitigkeit im Ring noch einiges zugetraut.

Er hält seit September den Intercontinental-Titel und könnte nach dem Sieg gegen Neville bei RAW nun sogar den endgültigen Schritt nach oben machen.

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Dean Ambrose:

Noch ein für die WWE eher untypischer Star, der aus den Independent-Ligen kommt.

Der 29-Jährige etablierte sich in der Gruppierung "The Shield" an der Seite von Rollins und Roman Reigns, gilt als legitimer Erbe des verstorbenen "Rowdy" Roddy Piper: Im Ring rustikal - ein Brawler - aber hochklassig. Am Mikro ein unorthodoxes, anarchisches Unterhaltungstalent.

Bei RAW versprach er nach seinem Sieg über Dolph Ziggler "mehr Action, weniger Gequatsche, mehr Pyrotechnik" als Champion - und Kommentator Michael Cole durch ein Aquarium zu ersetzen.

Roman Reigns:

Kein Anti-Star, eher im Gegenteil: Der Spross der traditionsreichen Wrestling-Familie Anoa'i und Cousin von Superstar Dwayne "The Rock" Johnson ist der Mann, den die WWE als kommendes Zugpferd auserkoren hat.

Genau deshalb mag der rebellisch gesinnte Teil der Fans den 30-Jährigen nicht - zumindest nicht in der Rolle des Publikumslieblings. Das hat Reigns' Durchbruch verzögert. Bei den Series hätte es Gerüchten zufolge so weit sein sollen mit dem Sieg über Rollins und dem Titelgewinn.

Trotz seines Viertelfinalsiegs über Cesaro ist diese Krönung unter den neuen Voraussetzungen nicht mehr so sicher.

Alberto Del Rio:

Sein Charakter als mexikanischer Landadeliger mit Luxusschlitten und eigenem Ringsprecher war einer der Überraschungshits der vergangenen WWE-Jahre.

Der 38-Jährige aber wurde gefeuert, als er einen Mitarbeiter ohrfeigte, der ihn angeblich rassistisch beleidigte. Mittlerweile ist alles beigelegt, Del Rio kehrte kürzlich zurück und sicherte sich gleich den US Title – auch mit einem Sieg über den pausierenden Cena, übrigens.

Mit einem Triumph über Kalisto ist er nun auch im Rennen um den größten Titel.

Und wer wird's?

Um das Titelturnier ist eine Story gestrickt: Nach dem Ausfall des bisherigen Oberbösewichts Rollins will die Authority-Gruppierung um WWE-Vizechef Triple H ein neues Mitglied anheuern. Reigns lehnte ab, wie es sich für einen echten Helden gehört.

Tatsächlich braucht die WWE aber dringend einen neuen Top-Heel. Bei RAW umgarnte Triple H daher nun Owens und Del Rio, wahrscheinlich ein Ablenkungsmanöver.

Als überraschender Clou wird spekuliert, dass Reigns das Turnier gewinnen und sich dabei doch gegen die Fans wenden wird. Aus Sicht der WWE würde es aber eher Sinn machen, bei dem Turnier einen glaubwürdigen, neuen Gegenspieler für Reigns zu kreieren.

SPORT1-Tipp: Ein Auge auf Ambrose werfen.

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