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Claudia Bokel
Claudia Bokel ist Vorsitzende der IOC-Athletenkommission © Getty Images

Claudia Bokel, die Vorsitzende der Athletenkommission im Internationalen Olympischen Komitee (IOC), geht der weltweite Kampf gegen Doping nicht weit genug.

Die ehemalige Fechterin fordert von der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) Untersuchungen gegen mehr verdächtige Länder als nur Russland.

"Grundsätzlich ist es die Aufgabe der WADA sicherzustellen, dass der Anti-Doping-Kampf in allen Ländern auf gleichem Niveau stattfindet", sagte Bokel der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (Samstag-Ausgabe): "Dafür ist es wohl derzeit nötig, dass die Untersuchungen fortgesetzt und gegebenenfalls auf andere Sportarten und andere Länder ausgeweitet werden."

Als ersten Schritt hatte die WADA zu Wochenbeginn eine Initiative eingeleitet, um vor Rio eine Task Force mit den nationalen Anti-Doping-Agenturen aus Australien, Dänemark, Japan, Südafrika, Großbritannien und den USA zu bilden. Zudem lassen das IOC und die WADA vor Rio Hunderte von Dopingproben der Olympischen Spiele in Peking 2008 und London 2012 neu analysieren.

Bokel (42) unterstützt damit Forderungen, die Beckie Scott, Präsidentin der Wada-Athletenkommission, am Freitag vergangener Woche in einem Brief an WADA-Präsident Craig Reedie erhoben hatte.

Die Doping-Lage müsse aufgeklärt werden, sagte Bokel, "damit nicht ein Generalverdacht über allen Sportlerinnen und Sportlern hängen bleibt." Grundsätzlich spreche nichts gegen umfassende Untersuchungen. "Wenn's am Geld scheitern sollte, müsste man das lösen", sagte Bokel.

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