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Sergei Lawrow und Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier bei einem Stadionbesuch
Sergei Lawrow und Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier bei einem Stadionbesuch © Getty Images

Russlands Außenminister fordert nach den vielen Meldonium-Dopingfällen von der WADA Antworten. Der Politiker vermutet eine gezielte Benachteiligung von Russlands Sportlern.

Russlands Außenminister Sergei Lawrow sieht nach den jüngsten Dopingfällen russischer Sportler mit dem Mittel Meldonium die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) in Erklärungsnot.

"Angesichts der derzeitigen Situation mit einer Flut von Sperren und Anschuldigungen gegen etliche unserer besten Athleten stellen sich viele Fragen", sagte Lawrow dem Fernsehsender REN-TV: "Ich erwarte, dass auf professionelle Fragen professionelle Antworten folgen."

Daneben deutete Lawrow an, dass mit den zahlreichen Sperren wegen Meldonium-Dopings gezielt Sportler aus der ehemaligen UDSSR benachteiligt werden sollen.

"Vielleicht hatte Meldonium das Pech, im sowjetischen Lettland geboren worden zu sein", sagte der Politiker: "Wäre das passiert, nachdem Lettland Teil der sogenannten zivilisierten Welt wurde, hätte Meldonium vielleicht ein anderes Schicksal erfahren."

Der Wirkstoff Meldonium steht seit dem 1. Januar 2016 auf der Dopingliste der WADA. Die in den baltischen Staaten und Russland vertriebene Substanz soll die Durchblutung fördern und als Medikament unter anderem für Herzerkrankungen geeignet sein.

In den vergangenen Wochen waren mehrere russische Sportler, darunter Tennis-Superstar Maria Scharapowa, des Meldonium-Dopings überführt und gesperrt worden.

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