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Kenia verabschiedet rechtzeitig vor Ablauf der WADA-Frist ein Anti-Doping-Gesetz © Getty Images

Kenias Staatspräsident Uhuru Kenyatta hat am Freitag das neue Anti-Doping-Gesetz unterzeichnet, mit dem die ostafrikanische Läufernation den drohenden Ausschluss von den Olympischen Sommerspielen in Rio de Janeiro (5. bis 21. August) abwenden will.

Das von der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA mit Frist bis zum 2. Mai geforderte Gesetz war bereits am Dienstag verabschiedet worden, es umfasst Freiheitsstrafen bis zu drei Jahren und Geldstrafen von umgerechnet bis zu 26.200 Euro im Falle des nachgewiesenen Dopingmissbrauchs.

"Ich bin zuversichtlich, dass die WADA unser Anti-Doping-Gesetz als Zeichen unseres unerschütterlichen Strebens sehen wird, die höchsten internationalen Anforderungen zu erfüllen", sagte Kenyatta: "Ich möchte unsere Sportler und Sportlerinnen drängen, sich in ihrem Verhalten den strengsten Vorgaben zu unterwerfen."

Kenia hatte von der WADA eine zweite und ultimative Frist erhalten, um ein Anti-Doping-Gesetz zu beschließen und die Finanzierung der nationalen Anti-Doping-Agentur ADAK zu sichern. Andernfalls könnte die ADAK für non-compliant, also nicht mit dem WADA-Code übereinstimmend, erklärt werden.

Die WADA will auf ihrer Sitzung am 12. Mai im Fall Kenia entscheiden, im äußersten Fall könnte es zu einem ein Ausschluss von den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro kommen. Einen solchen kann die WADA allerdings nicht beschließen, sondern lediglich eine Empfehlung an das Internationale Olympische Komitee (IOC) geben.

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