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Jens Thiemer ist Marketingleiter von Mercedes-Benz und Beirat der internationalen Laureus Stiftung
Jens Thiemer ist Marketingleiter von Mercedes-Benz und Beirat der internationalen Laureus Stiftung © Getty Images

Berlin - Die internationale Stiftung möchte den Fokus in Zukunft noch stärker auf soziale Sportprojekte für Kinder und Jugendliche legen. Ehemalige Sportstars sollen dabei helfen.

Mit neuen Ideen und neuem Schwung soll der Laureus fit für die Zukunft gemacht werden.

"Bei Laureus tut sich im Moment eine ganze Menge. Die Academy erfindet sich neu, es kommt eine neue Generation mit neuen Ideen", sagte Jens Thiemer, Marketingleiter von Mercedes-Benz und Beirat der internationalen Laureus Stiftung.

Dabei soll der Fokus künftig deutlich weniger auf der jährlichen Verleihung des World Sports Awards liegen, sondern auf den vielen sozialen Sportprojekten für Kinder und Jugendliche.

"Die klare Ausrichtung ist: Sport for Good steht im Mittelpunkt. Das erwarten wir auch von den Hauptpersonen, nämlich den Academy Mitgliedern und Botschaftern", erklärte Thiemer.

Derzeit hat die Academy, die die Laureus-Sieger wählt, 58 Mitglieder - neu in Berlin wurden Ex-Fußballstar Raul und die frühere Ski-Olympiasiegerin Maria Höfl-Riesch aufgenommen.

Sie steht für die neue Generation von ehemaligen Spitzensportlern, die viel stärker als bisher als Multiplikatoren für Laureus dienen sollen.

Gerade mit Blick auf Aktivitäten in den sozialen Medien gebe es heutzutage "gestiegene Anforderungen an die Botschafter und die Academy Mitglieder", sagte Thiemer, der daher forderte: "Es muss die Selbstmotivation da sein, helfen zu wollen und vielleicht auch mal fünf Projekte zu unterstützen."

Auf einem emotionalen Academy Meeting am Montagabend sei lange diskutiert worden, ob nicht mehr jüngere Leute, mehr Frauen und andere Sportarten berücksichtigt werden müssen.

Thiemer zeigte sich erfreut über die erstmalige Ausrichtung des World Sports Awards in Deutschland. Der nächste Austragungsort stehe noch nicht fest. Perspektivisch müsse es aber auch nach Nordamerika oder Südafrika gehen, um den Bekanntheitsgrad weiter zu steigern.

Zudem will Thiemer darüber nachdenken, ob man den Laureus World Sports Award zu einem Präsenzpreis macht: "Ich glaube, die Sportler sollten ihn persönlich abholen. Das würde Laureus gut zu Gesicht stehen."

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