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Winners Press Conference and Photocalls -  2016 Laureus World Sports Awards - Berlin
Jan Frodeno gewinnt in der Kategorie "Action Sportperson des Jahres" © Getty Images

Der Ironman-Weltmeister wird in Berlin als "Action Sportperson des Jahres" ausgezeichnet. In den weiteren Kategorien ist Tennis stark vertreten.

"Eisenmann" Frodeno starrte ungläubig von der Bühne ins Publikum und konnte sein Glück kaum fassen.

Der Ironman-Weltmeister erhielt eine weitere Auszeichnung für sein Mega-Jahr 2015 und gewann bei der Verleihung der Laureus Sports Awards im Palais am Berliner Funkturm den Sport-Oscar in der Kategorie "Action Sportperson des Jahres".

"Hallo Berlin, Wahnsinn!", rief Frodeno den 600 geladenen Besuchern im Saal zu, nachdem er aus den Händen von Tennis-Ikone Boris Becker den Preis erhalten hatte.

Nächste Auszeichnung für den "Eisenmann"

"Ich war schon ziemlich stolz, als Botschafter von Laureus ernannt zu werden. Dann wurde ich nominiert, das war sensationell. Jetzt habe ich tatsächlich den Laureus", sagte Frodeno sichtlich gerührt und dankte seiner Frau Emma für die Unterstützung.

Der 34-Jährige hatte im vergangenen Jahr Sport-Geschichte geschrieben und als erster Triathlet nach seinem Olympiasieg (2008 in Peking) auch den WM-Titel gewonnen - und das ausgerechnet im Triathlon-Mekka auf Hawaii.

Dafür wurde der Top-Athlet 2015 auch zu Deutschlands "Sportler des Jahres" gewählt.

Elfter deutscher Sieger

Bei der von Hollywood-Star Bill Murray moderierten Gala setzte sich Frodeno gegen Konkurrenten wie den Skateboarder und mehrfachen X-Games-Champion Bob Burnquist (Brasilien) und den Surfer und dreimaligen World-Tour-Sieger Mick Fanning (Australien) durch.

Der "Eisenmann" sorgte insgesamt für den elften deutschen Sieg bei der seit dem Jahr 2000 ausgetragenen Sportler-Ehrung.

Dritter Triumph für Djokovic

In den Königsdisziplinen setzten sich die Tennis-Stars durch. In der Kategorie "Sportler des Jahres" triumphierte zum dritten Mal nach 2012 und 2015 Novak Djokovic.

Der Schützling von Boris Becker siegte vor Größen wie Sprint-Weltrekordler Usain Bolt (Jamaika), Formel-1-Weltmeister Hamilton (Großbritannien) und Weltfußballer Lionel Messi (Argentinien).

Bei den Frauen behielt Tennis-Queen Serena Williams die Oberhand. Die Weltranglistenerste aus den USA wurde nach 2003 und 2010 ebenfalls zum dritten Mal als "Sportlerin des Jahres" geehrt.

Für den "Durchbruch des Jahres" wurde Golf-Profi Jordan Spieth (USA) ausgezeichnet, das "Comeback des Jahres" schaffte der neuseeländische Rugby-Spieler Dan Carter.

Lauda erhält Preis für sein Lebenswerk

Den Preis für das Lebenswerk bekam der dreimalige Formel-1-Weltmeister Niki Lauda, heute Aufsichtsratsvorsitzender des dominierenden Mercedes-Teams.

Die Silberpfeile hatten dagegen das Nachsehen gegenüber den neuseeländischen Rugby-Weltmeistern: Die "All Blacks" sicherten sich in der Kategorie "Mannschaft des Jahres" die Trophäe und setzten sich auch gegen die Fußballer von Champions-League-Sieger FC Barcelona durch.

Damit verpasste Mercedes bereits zum zweiten Mal in Folge knapp die Statue. Im vergangenen Jahr musste sich der Konstrukteurs-Weltmeister der deutschen Fußball-Nationalmannschaft geschlagen geben, die 2014 den WM-Titel gewonnen hatte. Aus diesem Grund ehrte am Montag Bundestrainer Joachim Löw die Neuseeländer.

Cruyff posthum geehrt

Die niederländische Fußball-Legende Johan Cruyff ist posthum ausgezeichnet worden. Der Vize-Weltmeister von 1974, der im März einem Krebsleiden erlag, wurde mit dem "Laureus Spirit of Sport Award" ausgezeichnet.

"Ich wollte eigentlich mit meinem Vater zusammen hier auf der Bühne stehen, doch jetzt nehme ich den Preis alleine entgegen", sagte Cruyffs Sohn Jordi, den Tränen nahe.

Die Laureus-Akademie hatte schon vor Cruyffs Tod beschlossen, den früheren Weltstar mit dem Preis auszuzeichnen.

"Er hat den modernen Fußball verändert"

Der niederländische Europameister von 1988, Ruud Gullit, hatte zuvor die Laudatio auf Cruyff gehalten und konnte seine Tränen ebenfalls nicht mehr verbergen.

"Er hat den modernen Fußball verändert. Es ist so schade", sagte Spaniens 102-maliger Nationalspieler Raul über den früheren Spieler und Trainer Cruyff.

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Erstmals seit dem Start im Jahr 2000 wurden die Laureus-Preise in Deutschland verliehen. Benannt werden die Sieger durch eine hochkarätig besetzte Jury mit mehr als 50 Sport-Ikonen.

Mit ihren Einnahmen unterstützt die Laureus-Stiftung weltweit soziale Projekte im Sport.

Großes Staraufgebot in Berlin

Über 60 Größen des internationalen Sports hatten sich in der Messe Berlin eingefunden, um bei der großen Show dabei zu sein.

Zu ihnen gehörten neben Becker auch Fußball-Nationaltrainer Joachim Löw, Zehnkampf-Olympiasieger Daley Thompson oder der frühere Formel-1-Weltmeister Mikka Häkkinen.

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