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Maria Scharapowa
Maria Scharapowa gestand die Einnahme des Herzmedikaments Meldonium. © Getty Images

Der Biathlon-Weltverband vertagt Entscheidungen über Konsequenzen in Meldonium-Fällen und will erst auf Ergebnisse einer Studie warten. Weitere Verbände könnten folgen.

Erstmals scheinen im Umgang mit dem Konsum der verbotenen Substanz Meldonium nun auch Freisprüche möglich.

So will der internationale Biathlon-Weltverband IBU vor der Festlegung weiterer Strafen zunächst die für September zu erwartenden Ergebnisse einer Studie der Welt-Doping-Agentur WADA abwarten, welche herausstellen soll, wie lange der Abbau des Herzmedikamentes dauert.

Die bisher namentlich bekannten Meldonium-Sünder Olga Abramowa und Artem Tyschtschenko (beide Ukraine) bleiben zwar vorerst suspendiert.

Doch viele der inzwischen mehr als 100 positiv getesteten Athleten behaupteten, Meldonium nach dem 31. Dezember 2015 nicht mehr konsumiert zu haben.

Sie erklärten die positive Dopingprobe mit einer langen Abbauzeit der Substanz. 

Weitere Sportverbände könnten dem Vorbild der Biathleten folgen und ebenfalls auf das Ergebnis der WADA-Studie warten.

Nach dem Doping-Geständnis von Tennis-Superstar Maria Scharapowa wurde inzwischen mehr als 100 Athleten, vorwiegend Russen, das seit dem 1. Januar 2016 auf der Dopingliste stehende Meldonium nachgewiesen.

Indes bemüht sich der lettische Pharmaproduzent Grindeks weiter darum, Meldonium (Markenname Mildronat) wieder von der Liste der WADA streichen zu lassen. "Wir hoffen, im Laufe diesen Jahres nachzuweisen, dass unser Mildronat nicht auf diese Liste muss", so Grindeks-Vorstandschef Juris Bundulis.

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