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Rafael Nadal feierte mit dem spanischen Davis-Cup-Team am Wochenende die Rückkehr in die Weltgruppe © Getty Images

Die russische Hacker-Gruppe Fancy Bears veröffentlicht erneut medizinische Daten von Top-Athleten. Auch Rafael Nadal ist betroffen. Der Spanier spricht von Hetze.

Rafael Nadal zeigte sich angesichts der jüngsten Veröffentlichungen der Hacker-Gruppe Fancy Bears aufgebracht.

"Das sind keine Nachrichten, das ist Hetze", sagte der 30-Jährige spanischen Medienvertretern: "Wenn man nach der Erlaubnis fragt, um etwas aus therapeutischen Gründen zu nehmen, und sie es einem geben, tut man nichts Verbotenes."

Am Montag hatte die russische Grupppe ihr viertes Paket mit medizinischen Berichten von Spitzenathleten veröffentlicht. Auf der neuen Liste, die 26 Namen umfasst, stehen neben dem spanischen Tennisstar Nadal auch die britischen Olympiasieger Mo Farah (Leichtathletik) und Justin Rose (Golf). Damit hat die Gruppe inzwischen 66 Dokumente ins Netz gestellt. "Hier ist der nächste Schwung dopender Athleten", schrieben die Fancy Bears.

Nadal schlägt anderen Umgang vor

Der 14-malige Grand-Slam-Sieger Nadal, dem zweimal Ausnahmegenehmigungen erteilt wurden, machte zudem einen Vorschlag für den zukünftigen Umgang mit der Thematik.

"Es würde den Sportlern, den Fans und den Medien entgegenkommen, wenn die Öffentlichkeit von jedem Dopingtest informiert würde und zwei Wochen später die Ergebnisse kämen", sagte Nadal: "Das würde das Problem beenden. Sport muss einen Schritt nach vorne machen und total transparent werden. Ich sage das seit Jahren."

Bei den von den Enthüllungen betroffenen Sportlern hat jedoch keiner betrogen, da für die aufgeführten verbotenen Substanzen Ausnahmegenehmigungen vorlagen beziehungsweise kein Dopingtatbestand vorlag.

"Wir setzen unsere Enthüllungen über Athleten fort, die mit Erlaubnis der WADA (Welt-Anti-Doping-Agentur, d.Red.) dopen", hatten die Hacker zuletzt erklärt.

Unter den bislang betroffenen Sportlern sind sieben Deutsche: Tennisspielerin Laura Siegemund, Sportschütze Julian Justus, die Leichtathleten Robert Harting und Christina Obergföll sowie die Schwimmer Christian vom Lehn, Franziska Hentke und Christian Reichert.

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