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München - Conor McGregor schreibt UFC-Geschichte und steigt spätestens damit zum echten Weltstar auf. SPORT1 erklärt den kometenhaften Aufstieg des Käfigkämpfers.

Conor McGregor hat mit seinem Sieg über Eddie Alvarez bei UFC 205 und dem Gewinn seines zweiten Weltmeister-Gürtels nicht nur Käfigkampf-Geschichte geschrieben.

Spätestens mit seinem Triumph im ausverkauften Madison Square Garden von New York ist der Ire zu einem Superstar des Weltsports aufgestiegen.

SPORT1 nennt Gründe für McGregors kometenhaften Aufstieg:

1. Jeder Auftritt eine große Show

Mit McGregor wird es nie langweilig. Der 28-Jährige hat die Kunst des Trash Talks perfektioniert. Durch seinen Humor und seine spitze Zunge wird er schon mit Box-Ikone Muhammad Ali verglichen.

McGregor schafft es durch seine Sprüche nicht nur, regelmäßig die Gegner einzuschüchtern. Seine Tiraden sorgen auch für riesiges Medieninteresse an McGregor-Kämpfen.

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Wenn das komplette Verbal-Feuerwerk mal abgefackelt ist, wird auf Pressekonferenzen auch mal mit Flaschen geworfen oder mit einem Klappstuhl ausgeholt.

In den sozialen Medien protzt McGregor wie Box-Großkotz Floyd Mayweather mit seinem Reichtum - allerdings immer mit einem Augenzwinkern. 

2. Der Look

Im faden Trainingsanzug wird man McGregor in der Öffentlichkeit nie sehen. Der Doppel-Champion kleidet sich nur in feinstem Zwirn.

Bei seinem Hof-Schneider in Dublin kauft er regelmäßig für zehntausende Euro Maßanzüge und schicke Schuhe. Durch die Straßen cruist McGregor am liebsten im Rolls Royce oder im extravaganten BMW-Elektrorenner.

Ein gefundenes Fressen für die Fotografen – und damit noch mehr McGregor-Berichterstattung rund um den Globus.

3. McGregor lotet Grenzen aus

"The Notorious" bleibt nicht in seiner Komfortzone. McGregor stellt immer wieder klar: Er sei nicht da, um nur teilzunehmen. Sondern, um den ganzen Sport zu übernehmen.

Nach dem Gewinn seines ersten Gürtels im Federgewicht hielt sich McGregor nicht mit unzähligen Titelverteidigungen auf, um seinen Status zu zementieren.

Er peilte gleich den Triumph in der nächsthöheren Gewichtsklasse an. Gegen Nate Diaz trat McGregor schließlich sogar gegen einen Gegner an, der eigentlich gleich zwei Gewichtsklassen über ihm kämpfte.

Scheitert Großmaul McGregor an der nächsten Herausforderung, oder geht der Eroberungszug weiter? Die Fans wollen immer wissen, wie es weitergeht.

4. Der König von Irland

In seiner Heimat Irland ist McGregor ein Volksheld. Jedes Kind kennt ihn, McGregor löste einen wahren MMA-Boom auf der grünen Insel aus. Es gab sogar eine Initiative, McGregors Kopf auf dem irischen Ein-Euro-Stück abzubilden.

Zu seinen Kämpfen - ob in Las Vegas oder New York - reisen immer tausende irische Fans und sorgen in den USA mächtig für Stimmung. McGregor weiß, dass er immer eine ganze Armee hinter sich hat. Und die UFC kann mit der fantastischen Stimmung in den Hallen punkten.

5. Stars lieben McGregor

Superstars aus Sport und Showbusiness zeigen sich gerne mit McGregor. Er ist eben einer von ihnen.

Popstar Justin Bieber präsentiert sich immer wieder öffentlich als Fan. Cristiano Ronaldo posierte mit nacktem Oberkörper zusammen mit McGregor.

Danach crashten die beiden die Geburtstagsparty von Sängerin Jennifer Lopez. McGregors Trainer John Kavanagh berichtete: Er habe sich schon Sorgen gemacht, dass man als ungeladene Gäste an der Tür abgewiesen werden könnte. Doch J.Lo hätte stattdessen gerufen: "Oh, Conor McGregor! Schön, dass du gekommen bist! Lass uns tanzen!" 

6. Auf dem Weg zum Big Boss

McGregors Star-Power bescherte der UFC ein stolzes Wachstum. Und das Zugpferd ist sich seines Wertes für die Organisation durchaus bewusst.

Nachdem die MMA-Eliteliga im Juli für rund vier Milliarden Dollar von einem Hollywood-Konsortium gekauft wurde, wurde McGregor gefragt, wie viel er selbst denn Wert sei. Seine Antwort: "Vier Milliarden!"

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Jetzt will der Superstar ein großes Stück vom Kuchen ab. Nach seinem Sieg über Alvarez forderte er öffentlich von den neuen Eigentümern, ihn zum Anteilseigner zu machen. Damit würde McGregor, der im Jahr 2015 rund 22 Millionen Dollar verdiente, auch finanziell in den Olymp des Weltsports aufsteigen.

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