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Craig Reedie steht der WADA drei weitere Jahre vor © Getty Images

Craig Reedie hat bei der Welt-Anti-Doping-Agentur drei weitere Jahre die Zügel in der Hand. Der Schotte gilt jedoch als umstritten. Sein IOC-Engagement wird kritisch beäugt.

Der umstrittene Sportfunkionär Craig Reedie ist als Präsident der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) für drei Jahre wiedergewählt worden.

Der 75-jährige Schotte erhielt bei der Sitzung des Stiftungsrates der WADA am Sonntag in Glasgow die meisten Stimmen.

Reedie steht der wichtigsten Organisation im weltweiten Anti-Doping-Kampf seit 2013 vor und seitdem immer wieder in der Kritik.

Vor allem dass Reedie nebenbei auch Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) ist, ist vielen Anti-Doping-Kämpfern ein Dorn im Auge.

In der Vorwoche hatte Scheich Ahmad Al-Fahad Al-Sabah, der Präsident der Vereinigung Nationaler Olympischer Komitees (ANOC), auf den Interessenkonflikt hingewiesen und einen unabhängigen Kandidaten gefordert.

"Das IOC gratuliert Sir Craig Reedie zu seiner Wiederwahl. Als Teil der Reformgruppe werden wir weiter mit unseren Partnern, den Regierungen, zusammenarbeiten, um ein Anti-Doping-Programm zu entwickeln, das unabhängig von Sportorganisationen und nationalen Interessen ist. Wir bleiben von der umfassenden Reform der WADA überzeugt, die sie effizienter, transparenter und unabhängiger macht", sagte ein IOC-Sprecher.

Bei einer Versammlung des ANOC in Doha hatte Reedie zuletzt Abbitte geleistet, nachdem seine Organisation das Doping-Labor an gleicher Stelle am Vortrag der Sitzung geschlossen hatte. Der Zeitpunkt der Verkündung hatte für große Verstimmung gesorgt.

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