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Michele Ferrari steht im Verdacht in Geldwäsche verwickelt zu sein
Michele Ferrari wurde durch ein Gericht in Bozen verurteilt © getty

Skandalarzt Michele Ferrari wird durch ein Gericht in Bozen verurteilt. Den Ärzteberuf darf er nicht mehr ausüben. Ein Biathlet wird ebenfalls veruteilt.

Skandalarzt Michele Ferrari ist am Montag durch ein Gericht in Bozen zu eineinhalb Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden. Dem im Sport lebenslang gesperrten Mediziner wurde die wiederholte Abgabe und Beihilfe zur Verabreichung von Dopingmitteln vorgeworfen.

Ferrari wird nicht mehr den Ärzteberuf ausüben können, beschloss das Gericht. Er soll dem Südtiroler Biathleten Daniel Taschler, dem der Staatsanwalt wiederholten EPO-Konsum vorwarf, verbotene Mittel verabreicht haben.

Taschler wurde zu neun Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Dessen Vater Gottlieb Taschler, der der Beihilfe zum Doping - erschwert durch sein Amt als Vizepräsident des Biathlon-Weltverbandes - beschuldigt wurde, wurde zu einem Jahr Haft verurteilt.

Die drei Verurteilten müssen zudem der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA), die als Nebenkläger am Prozess teilgenommen hatte, eine Entschädigung von 15.000 Euro zahlen. Die Verteidiger der Angeklagten kündigten Einspruch gegen die Urteile an.

Gegen die beiden Südtiroler waren 2014 Dopingvorwürfe laut geworden. Aus Abhörprotokollen der Staatsanwaltschaft Padua soll hervorgehen, dass Taschler seinem Sohn im Jahr 2010 einen verbotenen Kontakt zu Ferrari vermittelt hat. Taschler lässt sein Amt als Vizepräsident des Weltverbandes IBU seitdem ruhen.

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