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World Snooker Championship - Day Seven
Ronnie O'Sullivan (l.) ließ seinem Intimfeind Shaun Murphy keine Chance © Getty Images

Bad Boy Ronnie O'Sullivan spielt groß auf und bezwingt seinen Intimfeind Shaun Murphy im Achtelfinale der WM deutlich. Jetzt geht es gegen einen Chinesen.

Wenn es darauf ankommt, ist er da: Ronnie O'Sullivan hat gegenüber seinem Landsmann Shaun Murphy keine Gnade gezeigt und in der dritten Session des WM-Achtelfinals einen deutlichen Sieg gefeiert.

13:7 endete die Partie, die stets in O'Sullivans Hand lag. Der fünfmalige Weltmeister steht damit zum 18. Mal im Viertelfinale. Murphy hingegen, der einzig 2005 den Titel holte, konnte noch nie im Crucible Theatre über O'Sullivan triumphieren. Es war sein dritter Versuch.

"Muss nicht den Titel holen"

Bad Boy O'Sullivan, der eine Rivalität mit Murphy pflegt, präsentierte sich in titelreifer Form. 10:6 hatte es vor der dritten Session für ihn gestanden, diese Führung baute er gleich zu Beginn mit einer 67 auf 11:6 aus.

Murphy gelang es zwar, noch etwas heranzukommen, doch dank eines 111er-Breaks konnte sich O'Sullivan bis auf einen Frame an den Triumph heranschrauben. Durch eine 55er-Clearance machte er diesen schließlich klar und zog ins Viertelfinale ein. Dort erwartet ihn ein chinesischer Spieler: Liang Wenbo oder Ding Junhui duellieren sich um die Partie.

O'Sullivan ließ nach seinem Sieg verlauten, dass er sich wegen der chinesischen Fans über einen chinesischen Weltmeister freuen würde. "Ich muss hier nicht den Titel holen. Ich will einfach nur Snooker spielen", fügte er an.

Langjährige Fehde

Derartige Tiefstapelei mutet in seinem Fall eher ungewöhnlich an, ist er doch als ein ehrgeiziger und medial lautstarker Spieler bekannt.

Seine langjährige Fehde mit Landsmann Murphy hat auch in den letzten Wochen wieder die Schlagzeilen bestimmt. Nach dem verheerenden Wettmanipulationsskandal um Ex-Profi Stephen Lee 2013 hatte O'Sullivan eine weit um sich greifende Verschwörung gewittert und dem Weltverband weitere Vertuschungen vorgeworfen.

Der Brite sah sich zuletzt von den Chefs des Verbandes denunziert, was Murphy unlängst zur Empörung aufrief. Er tat O'Sullivans Unterstellungen als "komplett falsch" ab. Er könne nicht "in einer Welt ohne Konsequenzen leben". Nach O'Sullivans Sieg könnten weitere Streitigkeiten und Differenzen folgen.

Die Achtelfinal-Partie im Überblick

Shaun Murphy - Ronnie O'Sullivan 7:13
Session 1 (8 Frames): 2:6
Session 2 (8 Frames): 4:4
Session 3 (4 Frames): 1:3

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