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Kris Meeke (Citroen) bernahm auf WP3 die Fhrung bei der Rallye Australien
Kris Meeke (Citroen) bernahm auf WP3 die Fhrung bei der Rallye Australien © Citroen

Weil Sebastian Ogier als Straßenfeger auf WP3 zurückfiel, führt Citroen-Pilot Kris Meeke nach dem Vormittags-Loop bei der WRC-Rallye in Australien

Nach dem Freitagmorgen-Loop bei der Rallye Australien führt Citroen-Pilot Kris Meeke mit einer Gesamtzeit von 27:44.5 Minuten und einem Vorsprung von 2,4 Sekunden auf Andreas Mikkelsen (Volkswagen). WM-Leader Sebastien Ogier (Volkswagen) fiel im Laufe der drei Wertungsprüfungen vom ersten auf den vierten Platz zurück und hat derzeit 8,4 Sekunden Rückstand.

Dabei hatte der Franzose auf der technisch anspruchsvollen WP1 mit mehreren Untergrundwechseln zunächst als Erster auf der Strecke mit einer Bestzeit für eine kleine Überraschung gesorgt. "Ich hatte keine Probleme. Natürlich werde ich nicht der Schnellste sein, aber es war eine gute Fahrt", sagte Ogier am Ende von WP1, als noch kein anderer Fahrer im Ziel war. Letztendlich hatte er 4,4 Sekunden Vorsprung auf Mikkelsen und 5,6 auf Meeke.

Nach WP2 konnte Ogier noch 2,2 Sekunden Vorsprung auf Meeke verteidigen, WP3 beendete er jedoch nur an sechster Stelle, was ihn in der Gesamtwertung auf Rang vier zurückwirft. Vor ihm liegt neben Meeke und Mikkelsen auch noch Mikko Hirvonen (Ford). "Ein guter Beginn, ich bin zufrieden", sagt Hirvonen. "Diese Prüfungen sind wirklich schwierig und es lief nicht perfekt, aber okay. Auf WP2 und WP3 hatten wir durch unsere Position einen kleinen Vorteil, aber nicht so viel wie erhofft."

"Es sieht sehr eng aus und wir sind voll im Rennen dabei. Wir liegen nur 3,3 Sekunden hinter der Spitze, aber wir dürfen nicht in Panik verfallen", fährt er fort. "Es liegt noch ein langer Weg vor uns, um daran etwas zu ändern." Fast gleichauf mit Ogier an fünfter Stelle folgt Volkswagen-Pilot Jari-Matti Latvala, obwohl dieser während WP1 Bremsprobleme hatte. "Die Bremsen waren sehr weich, ich hatte kein Vertrauen", so der Finne.

Thierry Neuville (Hyundai) konnte seinen Rückstand mit 9,4 Sekunden ebenfalls in Grenzen halten, trotz eines Fahrfehlers während WP1. "Ich bin heftig auf der Nase gelandet, als das Heck bei einer Bodenwelle im sechsten Gang hochschnellte. Danach habe ich ständig die Kühlwassertemperatur kontrolliert und eine Abzweigung verpasst", erklärt der Belgier. Zum siebtplatzierten Hayden Paddon (Hyundai/+22,1), der einmal neben der Straße landete, klafft die erste etwas größere Lücke.

29,3 Sekunden fehlen Mads Östberg (Citroen) auf die Spitze. Er verlor fast 20 Sekunden, als er während WP1 von der Strecke abkam. "Ich bin nicht sicher, was passiert ist", berichtet er. "Mit den Pacenotes hat eigentlich alles gestimmt, aber das Auto hat untersteuert und ich habe die Kurve nicht mehr gepackt. Ich musste mich erst wieder umdrehen." Robert Kubica (Ford) verzeichnete einen Dreher und ist mit 31,3 Sekunden Rückstand Neunter.

"Obwohl die Linie halbwegs sauber ist, muss man sich sehr genau daran halten", berichtet der ehemalige Formel-1-Pilot. "WP1 war sehr rutschig. Wir haben uns in einem feuchten und schlammigen Bereich bei einer Haarnadel gedreht. WP2 war gut und vom Grip auf WP3 war ich angenehm überrascht. Aber später auf WP3 wurde es wirklich rutschig, da war viel Sand. Wir haben bei jeder Abzweigung und bei jeder Haarnadel Zeit verloren. Man muss heute gut aufpassen."

Gesamtstand nach WP3/20 (Top 10):

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