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Thierry Neuville konnte in Australien nicht an den Sieg in Deutschland anknpfen

Platz sechs, sieben und zehn in Australien: Nicht einmal Deutschland-Sieger Thierry Neuville konnte für Hyundai in die Nähe des Podiums fahren

Nach dem sensationellen Doppelsieg bei der Rallye Deutschland ist das Hyundai-Team am vergangenen Wochenende in Australien wieder auf dem Boden der Tatsachen angekommen. Aber auch wenn ein Podium diesmal außer Reichweite war, so landeten doch alle drei i20 innerhalb der Top 10.

Deutschland-Sieger Thierry Neuville lag nach vier Wertungsprüfungen (WP) mit weniger als neun Sekunden Rückstand an fünfter Position, rammte aber auf WP5 einen Stein, brach sich die Hinterradaufhängung und fiel auf Platz 13 zurück. Bis zum Ende der Rallye konnte er sich immerhin noch auf den siebten Platz nach vorne kämpfen, eineinhalb Minuten hinter Hayden Paddon, dem bestplatzierten Hyundai-Fahrer in Australien.

Am Schlusstag riskierte Neuville nicht mehr Kopf und Kragen, dennoch schaffte er noch die drittbeste Zeit auf WP19. "Es gab keinen Grund mehr, weiter zu attackieren, also habe ich vor allem versucht, das Fahren zu genießen und zwischen den Prüfungen die Einstellungen zu verändern, um Verbesserungen zu finden", sagt der Belgier. "Der Trip nach Australien hat sich gelohnt. Wir haben eine Menge gelernt."

Paddon kämpfte seinerseits lange gegen Mads Östberg um Platz sechs, profitierte aber am Schlusstag von dessen Problemen. "So einen Fight erlebst du am letzten Tag einer Rallye nicht oft", findet der Neuseeländer. "Insgesamt waren wir an diesem Wochenende konkurrenzfähiger und wir haben im Vergleich zu Finnland einen Schritt nach vorne gemacht. Das ist das Wichtigste."

Für Lokalmatador Chris Atkinson ging es sowieso in erster Linie darum, dem Team Feedback zu geben und die Rallye zu Ende zu fahren. "Wir waren in keiner Position, irgendwas zu reißen, also war es wichtig, das Auto nach Hause zu bringen, um so viele Informationen wie möglich zu sammeln", sagt er. Letztendlich wurde es der zehnte Platz, neuneinhalb Minuten hinter der Siegerzeit.

Punktemäßig war Australien nach Polen und Italien die drittschlechteste Saisonveranstaltung für Hyundai. Aber Teamchef Michel Nandan verfällt deswegen nicht in Panik: "Nach der Deutschland-Rallye war uns schon klar, dass wir unsere Erwartungen resetten müssen. Es war unsere erste Reise nach Australien und ich bin froh, alle drei Autos in den Top 10 zu haben."

"Wir dürfen nicht vergessen, dass 2014 ein Lehrjahr für uns ist und wir gegen einige sehr starke und sehr erfahrene Konkurrenten antreten", fährt er fort. "Bei der Gelegenheit möchte ich Volkswagen Motorsport zum unglaublich verdienten Herstellertitel gratulieren, noch dazu so stilvoll mit einem Dreifachsieg."

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