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Sebastien Ogier will fr den vorzeitigen Titelgewinn nicht alles aufs Spiel setzen

Sebastien Ogier will nicht jedes Risiko eingehen, um schon in Frankreich Weltmeister zu werden - Er rechnet mit einem Teamkollegen Jari-Matti Latvala

Vor einem Jahr gewann Sebastien Ogier bei der Rallye Frankreich schon am ersten Tag den WM-Titel, denn vor zwölf Monaten wurde die Powerstage als erste Prüfung durchgeführt. Diesmal findet sie als 18. und letzte Prüfung statt. Sollte Ogier die Rallye gewinnen, wäre er Weltmeister. Trotz des Drucks präsentierte sich der Volkswagen-Fahrer in Straßburg locker und bestens gelaunt. Viele Fans waren bereits im Servicepark und Ogier musste Autogramme schreiben.

"Ich fühle mich okay. Es ist gut, die WM anzuführen und eine Chance zu haben, den Titel zu fixieren. Es wird aber nicht so einfach wie im Vorjahr werden, denn ich brauche nicht nur einen Punkt", verweist Ogier auf seinen Volkswagen-Teamkollegen Jari-Matti Latvala, der mit einem Erfolg die Titelvergabe noch hinauszögern kann. "Ich muss zuerst Jari-Matti schlagen und sechs Punkte oder mehr als er holen", lautet Ogiers Fahrplan für die kommenden drei Tage.

"Es ist möglich, aber er ist in guter Form. Er pusht bei jeder Rallye, so auch auf Asphalt. Ich erwarte, dass er an diesem Wochenende gut sein wird. Wenn ich also den Titel holen will, muss ich sehr gute Arbeit leisten." Aber würde sich Ogier auch mit dem zweiten Platz zufriedengeben, falls Latvala in Frankreich stärker ist? "Ich möchte nicht zu viel Risiko eingehen, denn taktisch gesehen bin ich nicht in dieser Position."

"Ich möchte gute Punkte sammeln. Der WM-Titel wäre das Sahnehäubchen, aber wichtig ist, dass ich einen weiteren Schritt Richtung Titel mache", versucht sich Ogier keinen Druck auf seine Schultern aufzuladen. "Sollte ich bei der nächsten Rallye (Spanien; Anm. d. Red.) Weltmeister werden, wäre es auch kein Problem. Ich möchte diesen zweiten Titel gewinnen, also werde ich mit einem starken Rhythmus beginnen. Dann sehen wir weiter und passen die Strategie an."

Trotzdem wäre es für Ogier und die französischen Fans eine tolle Sache, sollte es mit dem WM-Titel auf heimischem Boden klappen. "Natürlich habe ich gute Erinnerungen an das Vorjahr. Es war etwas seltsam, am ersten Tag Weltmeister zu sein", erinnert sich Ogier an die Jubelbilder zurück. "Dann hatte ich etwas Mühe, weil ich noch geträumt habe, aber schließlich war es ein toller Kampf mit drei anderen Fahrern."

"Wir haben am letzten Tag zu viert um den Sieg gekämpft und lagen alle innerhalb von fünf Sekunden. Dass ich am Ende gewonnen habe, machte die Woche perfekt. Natürlich habe ich sehr gute Erinnerungen daran." Die Rallye im Vorjahr war auch der letzte WRC-Auftritt von Rekordweltmeister Sebastien Loeb. Doch das liegt alles in der Vergangenheit. "Wir starten jetzt neu und es wird ein neues Wochenende. Ich freue mich darauf. Die Wettervorhersage sieht gut aus, ohne Regen. Die Prüfungen sind auch schön, denn es gibt neue Abschnitte in den Wäldern. Warten wir ab, was passieren wird."

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