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Jari-Matti Latvala hat sich am ersten Tag die Fhrung in Frankreich gesichert

Sebastien Ogier verliert zum Auftakt der Rallye Frankreich wegen technischer Probleme viel Zeit - Volkswagen-Teamkollege Latvala führt knapp vor Mikkelsen

Sebastien Ogier hätte mit einem Heimsieg bei der Rallye Frankreich bereits zum zweiten Mal Weltmeister werden können, doch die erste Etappe lief für den Volkswagen-Werksfahrer nicht nach Wunsch. Ogier drehte sich schon nach 3,6 Kilometern in der zweiten Wertungsprüfung. "Ich machte in einer rutschigen Haarnadel einen Fehler", ärgert sich der 30-Jährige. "Anschließend hatte ich Motoraussetzer." Zu allem Überfluss checkte Ogier auch noch zu früh für WP3 ein. Dafür kassierte er obendrein eine Zeitstrafe von vier Minuten. Nach drei Prüfungen betrug sein Rückstand damit schon achteinhalb Minuten.

Im Mittagsservice entdeckten die Volkswagen-Mechaniker einen defekten Sensor beim Getriebe, der die Aussetzer verursachte. Das Getriebe wurde getauscht, doch in der Nachmittagsschleife hatte Ogier einen Dämpferschaden links vorne. "Es war kein guter Tag", seufzt der Weltmeister. "Es ist alles zusammengekommen. Durch das Dämpferproblem konnte ich am Nachmittag nichts ausrichten." Somit beendete Ogier den Tag mit 8:50,6 Minuten Rückstand weit außerhalb der Top 10. Der Traum vom zweiten Heimsieg in Folge war vorbei.

Dafür übernahmen die beiden anderen Volkswagen-Werksfahrer das Kommando bei dieser Asphalt-Rallye im Elsass. Jari-Matti Latvala und Andreas Mikkelsen lieferten sich über die sechs Prüfungen des Tages ein enges Duell. Latvala stellte vier Bestzeiten auf und Mikkelsen zwei. Die kleine Vorentscheidung fiel auf den Prüfungen fünf und sechs, als Latvala seinem Teamkollegen in Summe die entscheidenden Sekunden abnehmen konnte. Der Finne führt mit 8,5 Sekunden Vorsprung.

Erster Verfolger des Volkswagen-Duos ist Citroen-Pilot Kris Meeke, der die Nachmittagsschleife mit 22,7 Sekunden Rückstand als Dritter beendete. Lediglich in WP5 verlor der Brite durch ein kleines Problem mit dem Fahrverhalten seines DS3 WRC einige Sekunden. "Ich darf weiterhin keine Fehler machen, damit es auch morgen ein guter Tag wird", sagt Meeke gut gelaunt. Weniger gut lief der Tag für seinen Citroen-Teamkollegen Mads Östberg.

Der Norweger hatte mit einem Problem an seinem Auto zu kämpfen und war überhaupt nicht zufrieden. Ob es sich um Schwierigkeiten beim Antriebsstrang handelte, wollte Östberg nicht kommentieren. Somit beendete er den Tag auf Platz fünf der Gesamtwertung. Zwischen den beiden Citroen-Fahrern hält Dani Sordo den vierten Rang. Damit ist der Spanier auch der beste Hyundai-Fahrer.

"In der Früh hatte ich kein gutes Gefühl, aber jetzt wird es besser und besser, weil wir die Abstimmung des Autos verändert haben", sagt der Spanier zu seinen 51,5 Sekunden Rückstand. "Morgen muss ich mehr herausholen." Sordo hat allerdings nur 6,1 Sekunden Vorsprung vor Östberg. Die beiden weiteren Hyundai-Fahrer hatten Schwierigkeiten. Thierry Neuville verlor am Vormittag wegen eines gebrochenen Turbos Motorleistung.

Am Nachmittag war der Belgier mit der Balance seines i20 WRC nicht zufrieden und arbeitete an der Abstimmung. Neuville ist Elfter. Auch Bryan Bouffier, der bei seiner Heimrallye ans Steuer des dritten Hyundai darf, war nicht zufrieden. Der Franzose musste sich erst einschießen und arbeitete ebenfalls an der Abstimmung seines i20 WRC.

Routinier Mikko Hirvonen beendete die Nachmittagsschleife mit einer Minute Rückstand auf Position sechs. Sein M-Sport-Teamkollege Elfyn Evans hatte nach WP3 technische Schwierigkeiten und musste seinen Ford Fiesta RS WRC in den Service-Park schieben. Da er zu spät ins Service eincheckte, erhielt der Waliser eine Zeitstrafe. Deshalb fiel er auf Position zehn zurück. In den Top 10 sind sonst noch Martin Prokop (Ford) als Neunter und Robert Kubica (Ford) als Siebter zu finden.

Kubica legte in WP5 einen Dreher hin, glänzte aber anschließend in WP6 mit der drittschnellsten Zeit. Der Dreher kam zustande, weil sein Aufschrieb nicht ganz passte. Ansonsten hielt sich der ehemalige Formel-1-Pilot aus großen Problemen heraus. Nach der sechsten Prüfung kehrten die Fahrer in den Service-Park nach Straßburg zurück. Am Abend findet vor dem Europaparlament noch eine Superspecial statt.

Gesamtwertung nach 6 von 18 Prüfungen (Top 11):

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