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Kris Meeke hofft auf die Fortsetzung des positiven Trendes

Bei der Rallye Spanien gilt es mit zwei verschiedenen Belägen klarzukommen: Citroen bereitet sich akribisch auf den Wechsel am Freitagabend vor

Viele Jahre lang war die Rallye Spanien eine Domäne von Rekordweltmeister Sebastien Loeb und Citroen, doch seit dem endgültigen Abgang des Franzosen geht es auch mit dem Hersteller bergab. Auf einen Sieg auf der iberischen Halbinsel spekuliert man im Lager von Citroen nicht, doch ein Podestplatz darf es für Kris Meeke und Mads Östberg gerne sein.

Zuvor gilt es aber erst einmal, die tückische Rallye zu überstehen, die vor allem eine Besonderheit aufweist: Während die Piloten an Tag eins auf Schotter unterwegs sind, gilt es an den anderen Tagen, sich auf Asphalt umzustellen. "Das ist eine besondere Herausforderung", weiß Teamboss Yves Matton. "Die Schwierigkeit liegt darin, unseren DS3 nach Tag eins umzubauen.

"Diese Rallye benötigt eine spezielle Vorbereitung, und die Anforderungen in Sachen Logistik sind viel höher", erzählt der Franzose weiter. "Jeder Fahrer muss sich zudem an die veränderten Streckenbedingungen anpassen können. Wir arbeiten am Setup und an den Teilen, die verändert werden müssen, aber der Hauptteil der Arbeit kommt auf die Crews zu."

Nur 75 Minuten für den Umbau

Chefingenieur Didier Clement stimmt zu: "Während der Servicezeit am Freitagabend werden acht Mechaniker 75 Minuten lang hart arbeiten. Einfach ausgedrückt: Wir behalten nur die Verkleidung und den Motor. Wir müssen die Aufgaben sehr sorgfältig vorbereiten. Jeder muss wissen, was er zu tun hat. Ein paar Tage vor der Rallye proben unsere Teams, von einer Konfiguration auf die andere zu wechseln."

Eine wichtige Aufgabe kommt daher auf die Fahrer zu. Kris Meeke kennt die wechselnden Pistenverhältnisse von Spanien bislang nur aus der Saison 2011, von daher weiß er, dass er sich erst auf die Bedingungen einschießen muss: "Die Etappen auf Asphalt sind ziemlich ähnlich zu denen, die ich bereits kenne. Es stimmt, dass ich mich erst an die Schotterstraßen gewöhnen muss, aber ich werde mein Bestes geben. Wir wissen, dass es an der Spitze sehr eng werden wird. Wir müssen uns einfach näher an den ersten Platz heranrobben."

Doch nach den ermutigenden Ergebnissen der letzten Wochen fühlt er sich vor der nächsten Hürde fit: "Ich fühle, dass ich stärker und stärker werde. Jeder Fahrer benötigt Zeit, um sich wohl zu fühlen und sein Potenzial zeigen zu können. Die gesammelte Erfahrung beginnt sich nun zu zeigen", sagt er. "Ich kann viel besser antizipieren, mein Speed ist natürlicher und ich kann schneller fahren, ohne so viele Risiken wie in der Vergangenheit einzugehen", so Meeke abschließend.

Östberg auf Asphalt steigerungsfähig

Ähnlich geht es Teamkollege Mads Östberg. Der Norweger kennt sich auf Schotter aus, doch auf Asphalt gibt es für ihn noch Verbesserungspotenzial, auch wenn es auf diesem Belag zuletzt aufwärts ging: "Wir haben bei den vorherigen Rallyes in Deutschland und Frankreich viel gelernt. Jetzt liegt es an uns, das Beste aus der Erfahrung und den Fortschritten zu machen, um weiter in die richtige Richtung zu gehen", so Östberg. "Ich mag die Art der Schotteretappen hier. Ich habe sowohl im Trockenen wie auch im Nassen gute Erinnerungen an hier."

Denn bei seinen drei Teilnahmen seit 2011 kam er jedes Mal unter die besten Sechs. Jetzt darf es gerne ein wenig mehr sein: "Ich hoffe, dass ich nach dem ersten Teil zumindest unter den ersten Drei sein kann. Danach muss ich mich so schnell wie möglich umstellen, um meine Reflexe auf Asphalt wiederzuentdecken. Wir müssen über Nacht einen kompletten Reset machen und am nächsten Morgen im 'Asphalt-Modus' aufwachen", erklärt er. "Wenn alles gut läuft, dann sollten wir in der Lage sein, ein gutes Ergebnis einzufahren."

Nach Schweden, Portugal und Italien wird in Spanien auch ein alter Bekannter wieder am Steuer eines Citroen sitzen: Khalid Al-Qassimi erhält im Abu-Dhabi-Team den vierten Einsatz in dieser Saison.

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