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Sebastien Ogier war beim Prolog in Barcelona der zweitschnellste Pilot

Drei Polo R WRC unter den Top 4: Für Mikkelsen, Ogier und Latvala gab es in Barcelona Taktikgeplänkel und eine beeindruckende Kulisse

Kurz, knackig, kunstvoll: Volkswagen ist gut in die Rallye Spanien gestartet. Am Fuße des berühmten Montjuic in Barcelona setzten Andreas Mikkelsen und Ola Floene bei der einzigen, auf Terrassen angelegten Wertungsprüfung die Bestzeit, Sebastien Ogier/Julien Inrassia die zweitbeste, Jari-Matti Latvala/Miikka Anttila die viertbeste. Entlang weltbekannter Architektur und durch das Herz Barcelonas wurden die Stars zum Auftakt des zwölften Saisonlaufs zur Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) von einer begeisterten Menschenmenge empfangen.

Die Autos, darunter die drei Volkswagen Polo R WRC, passierten dabei den Barcelona-Pavillon von Mies van der Rohe, der zur Weltausstellung 1929 gebaut wurde, überquerten den berühmten Placa de Carles Buigas mit seinem Springbrunnen und drifteten unterhalb des Nationalen Kunstmuseums. Nach dem nur 3,2 Kilometer kurzen, emotionalen Auftakt folgt der wahre sportliche Start der Rallye Spanien am Freitag, wenn 138,54 Kilometer auf Schotter auf der Agenda stehen.

Die Rallye Spanien bildet den einzigen WM-Lauf im Kalender, der sowohl auf Schotter als auch auf Asphalt ausgetragen wird. Zudem steht das Volkswagen interne Duell zwischen Ogier und Latvala im Fokus der Rallye-Fans: Rangiert Latvala am Ende vor Ogier, ist die Entscheidung bis zur abschließenden Rallye in Großbritannien vertagt. Ist es umgekehrt, steht Ogier frühzeitig als Rallye-Weltmeister fest.

Ogier verspürt keinen großen Druck

Ogier zeigt sich zufrieden: "Die erste Wertungsprüfung haben wir sauber absolviert, der wahre Start in die Rallye Spanien folgt morgen. Am Montjuic standen unglaublich viele Zuschauer und es war großartig, vor dieser Kulisse in das Wochenende zu gehen", schwärmt der Franzose. "Ab morgen konzentrieren wir uns auf den Zweikampf mit meinem Teamkollegen Jari-Matti Latvala und darauf, womöglich hier in Spanien frühzeitig den Fahrer- und Beifahrer-Titel für uns zu entscheiden. Ich denke, dass wir dabei nicht den größten Druck haben."

Auch Latvala konnte mit seiner Platzierung gut leben: "Die Auftaktprüfung war zwar kurz, aber anspruchsvoll. Der Polo hat super funktioniert. Ich habe aber heute einkalkuliert, ein wenig Zeit zu verlieren, und habe nur einen weichen und drei harte Reifen montiert", erklärt der Finne seine Taktik. "Ich denke, dass sich ab morgen auszahlen kann, weniger weiche Reifen verbraucht zu haben - wenn der Zweikampf mit Sebastien Ogier wirklich beginnt."

Capito: Alles, nur nicht langweilig

Keinen Grund zur Klage hatte naturgemäß Mikkelsen: "Wir haben uns dazu entschlossen, schon auf der ersten Wertungsprüfung zu attackieren und haben in Hinblick auf die Reifenwahl darauf gesetzt, dass wir hier mit weichen Reifen mehr Zeit gewinnen als wir morgen mit den jetzt gut gebrauchten eventuell verlieren", argumentiert der Youngster im Team. "Der erste Teil des Plans hat gut funktioniert: Wir haben etwa zwei Sekunden gutgemacht und gehen als Führende in den ersten echten Rallye-Tag morgen. Schauen wir mal, ob auch Teil zwei des Plans aufgeht."

Jost Capito ist fasziniert von der Kulisse, die die katalanische Metropole bot: "Ein gelungener Auftakt zur Rallye Spanien mit einer bemerkenswerten Wertungsprüfung. Sie hat eine großartige Kulisse gebildet. Der wahre sportliche Auftakt folgt erst morgen, wenn die Wertungsprüfungen auf Schotter anstehen", bremst Volkswagens Motorsport-Direktor.

"Wir stehen vor einer äußerst packenden Rallye Spanien", blickt Capito voraus. "Sebastien Ogier möchte hier die Vorentscheidung erzwingen, weil er weiß: In Großbritannien ist alles möglich. Jari-Matti Latvala möchte den Kampf um die Fahrer- und Beifahrer-WM dagegen offen halten, weil auch er weiß: In Großbritannien ist alles möglich. Und dann wäre da noch Andreas Mikkelsen, der heiß auf seinen ersten Sieg ist. Diese Rallye Spanien wird alles - nur nicht langweilig."

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