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Thierry Neuville sieht generelle Fortschritte bei Hyundai - vor allem auf Schotter

Thierry Neuville ist in Spanien auf Schotter schnell, doch ein Reifenschaden wirft den Hyundai-Werksfahrer aus der Spitzengruppe - Der Belgier sieht dennoch Fortschritte

Hyundai-Werksfahrer Thierry Neuville beendete die Rallye Spanien auf dem sechsten Platz, obwohl der vorletzte Saisonlauf für den Belgier gut begonnen hatte. Am Schotter-Freitag kämpfte der Vizeweltmeister des Vorjahres ganz vorne mit. Nach WP3 übernahm Neuville die Gesamtführung und lag bis zur letzten Prüfung des Tages auf dem zweiten Platz. Dann ereilte ihn in der 35 Kilometer langen WP7 ein Reifenschaden. Dadurch verlor die Nummer eins von Hyundai zweieinhalb Minuten und fiel auf den neunten Rang zurück.

Was war geschehen? "In der letzten Prüfung hat mich der Staub irritiert, ich kam von der Linie ab und traf mit dem Auto rechts hinten etwas. Deshalb mussten wir stehenbleiben und den Reifen wechseln", berichtet Neuville die entscheidende Szene. Dennoch war die Vorstellung auf Schotter positiv: "Wir können von diesen Prüfungen viel mitnehmen. Wir haben gezeigt, dass wir bei schwierigen und wechselhaften Bedingungen konkurrenzfähig sind."

"Wir haben auch eine Prüfung gewonnen (WP6; Anm. d. Red.) und haben um die Führung gekämpft", unterstreicht der 26-Jährige die guten Aspekte. Anschließend arbeitete Neuville an den beiden Tagen auf Asphalt an der Abstimmung des i20 WRC. Die generelle Balance und auch der Reifenverschleiß waren das Hauptaugenmerk. Er konnte auch Fortschritte seit der Rallye Frankreich erzielen. "Diese Straßen sind zu den Reifen sehr hart", so Neuville. "Wir lernen ständig dazu, wie wir bei diesen Bedingungen das Optimum aus dem Auto herausholen können."

"Generell machen wir gute Fortschritte. Wir sind der Konkurrenz seit der letzten Asphalt-Rallye schon viel näher gekommen." Sportlich gesehen entwickelte sich ein enges Duell mit Volkswagen-Junior Andreas Mikkelsen um Platz sechs. Im Ziel hatte Neuville 1,9 Sekunden Vorsprung auf den Norweger. Obwohl ohne Reifenschaden ein besseres Ergebnis - eventuell Rang drei - möglich gewesen wäre, fällt sein Fazit nicht zu negativ aus.

"Am ersten Tag haben wir hart gepusht, um unser Performance-Level zu zeigen. Man hat gesehen, dass das Auto sehr gutes Potenzial besitzt", unterstreicht der Belgier. "Auf Asphalt hatte ich in den engen, kurvigen Passagen etwas Untersteuern, aber in den schnellen Abschnitten war das Auto sehr gut. Wir sind immer noch in unserer ersten Saison und verfeinerten noch unsere Asphalt-Abstimmung. Generell machen wir Fortschritte. In Wales will ich an unsere Pace von Tag eins anknüpfen."

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