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Mikko Hirvonen wird in Wales seinen letzten WRC-Lauf bestreiten

Für die M-Sport-Piloten Mikko Hirvonen und Elfyn Evans ist die Rallye Großbritannien in Wales ein besonderer Event - für den einen Finale, für den anderen Premiere

Nachdem Mikko Hirvonen seinen Rücktritt aus der WRC verkündet hat, wird das Saisonfinale in Großbritannien für ihn zum letzten Event an der Speerspitze des Rallye-Sports. Die legendären Wegabschnitte im Norden von Wales sollten dabei die perfekte Kulisse für den Abschied des Finnen bieten. Auf der anderen Seite wird Elfyn Evans sein WRC-Debüt mit M-Sport auf heimischen Boden geben. Damit ist er der erste Waliser seit seinem Vater im Jahr 2001, dem dieses Privileg zuteilwird.

Die Rallye Großbritannien in Wales gehört zu den kultigsten Events überhaupt und wird generell als traditionelles Saisonfinale geschätzt. Auch wenn die Rallye nicht die allerhöchsten Ansprüche mit sich bringt, stellen sich die äußeren Bedingungen immer wieder als schwierige Prüfung für die Fahrer heraus. Der Grip kann von Kurve zu Kurve variieren. Hirvonen kennt sich jedoch bestens aus: An den letzten elf Veranstaltungen nahm der Routinier teil, 2007 holte er zudem den Sieg.

Nach einer Podiumsplatzierung bei der Rallye Spanien wollen Hirvonen und sein Co-Pilot Jarmo Lehtinen ihre berufliche Partnerschaft auf einem Hoch beenden. Die Voraussetzungen sind gegeben, sich nach über einem Jahrzehnt erfolgreich zu verabschieden. Für Kollege Evans ist es ohnehin ein Event, auf den er sich das ganze Jahr freut, schließlich bekommt er vor seinen heimischen Fans die Möglichkeit, ein WRC-Auto durch die walisischen Wälder zu jagen. Gemeinsam mit Co-Pilot Daniel Barritt will der Lokalmatador besser abschneiden als noch im Vorjahr (Platz acht).

Das große Finale

"Dies wird ein ganz besonderer Event für mich, mein letzter in der Rallye-Weltmeisterschaft", erklärt Hirvonen. "Es war tatsächlich auch mein erster in einem WRC-Fahrzeug, und ich kann es kaum erwarten, da rauszugehen und es zum letzten Mal zu erleben. Die Abschnitte sind echt toll - schnell und flüssig -, und ich bin mir sicher, dass ich jede einzelne Kurve genießen werde, denn ich habe diese Veranstaltung immer gemocht. Sie ist anspruchsvoll, aber ich denke, dass ich sie genau deswegen so mag."

Die äußeren Bedingungen seien äußerst schwierig, und der Grip verändere sich ständig: "Es kann schlammig, neblig oder sogar verschneit sein, das macht es zu einer der härtesten Aufgaben für uns Fahrer", gibt Hirvonen zu. Seine Podiumsplatzierung in Spanien hat ihm allerdings gutgetan: "Das bei meinem letzten Event zu wiederholen, wäre fantastisch. Ich denke, es wird ein emotionaler Sonntag, und es wäre schön, wenn wir uns vom Podium aus verabschieden könnten."

Auch Teamkollege Evans freut sich auf die Rallye Großbritannien: "Das Programm und die Route sehen echt gut aus, ich denke also, es wird ein spannendes Wochenende. Die Chance, ein WRC-Auto so nah an meiner Heimat fahren zu können, wird sich großartig anfühlen. Wenn wir Nebel bekommen, oder es stark regnen sollte, könnte es wirklich schwierig werden, denn dadurch würde sich die Oberfläche der Wege entscheidend verändern."

Als Fahrer müsse man deshalb gut abschätzen können, an welchen Stellen wie viel Grip ist: "Das ist einer der Gründe, warum diese Rallye so eine große Herausforderung ist. Es war schon immer ein sehr zermürbender Event, und es geht schon fast so sehr darum, überhaupt ins Ziel zu kommen, wie schnell zu sein", meint Evans. "Ich habe das Rallye-Fahren in den Wäldern von Wales gelernt und es immer sehr genossen. Da ist es fast überflüssig zu erwähnen, wie speziell es für mich sein wird, erstmals mit einem WRC-Auto dort zu fahren."

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