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Robert Kubica muss ber seine Zukunft im Motorsport nachdenken

Robert Kubica fährt in Wales mit Bedacht und ist mit seiner Leistung zufrieden - Seiner Meinung nach hat er sich in diesem Jahr auf Schotter deutlich gesteigert

Für Robert Kubica ging bei der Rallye Großbritannien seine erste Saison in einem World-Rallye-Car zu Ende. Das Jahr hatte für den ehemaligen Formel-1-Piloten gut begonnen, denn er gewann den Europameisterschaftslauf in Österreich - allerdings in einem Ford Fiesta RRC. Die WRC-Saison verlief anschließend mehr als schwierig. Auf der einen Seite konnte Kubica seinen Speed von Zeit zu Zeit zeigen, denn er stellte in fünf Prüfungen die Bestzeit auf. Auf der anderen Seite verhagelten Fehler und Unfälle gute Ergebnisse.

In Frankreich war Kubica auf dem Weg zu Platz vier, doch ein Unfall in der letzten Sonderprüfung sorgte für den Ausfall. In Wales ging der Ford-Pilot vorsichtiger zur Sache. Bei den matschigen Prüfungen fuhr der 29-Jährige kein hohes Tempo, kam aber weitestgehend unbescholten ins Ziel. Es wurde zum Saisonabschluss der elfte Platz, womit er auch der letzte WRC-Fahrer war. "Es war ein schwieriges Wochenende mit schwierigen Bedingungen", blickt Kubica auf die "Schlammschlacht" zurück.

"Trotzdem bin ich fehlerfrei gefahren und hatte keine brenzligen Momente. Ich wollte diese Rallye unbedingt beenden, denn sie ist einzigartig. Man bekommt nicht viele Chancen, Erfahrungen bei diesen Bedingungen zu sammeln. Deshalb bin ich zufrieden, dass wir es geschafft haben", lautet Kubicas Fazit. Insgesamt sammelte er in diesem Jahr 14 WM-Punkte, womit es Endrang 16 wurde. Offen ist, was der Pole im kommenden Jahr machen wird.

M-Sport-Boss Malcolm Wilson hat immer betont, dass er gerne mit Kubica weitermachen möchte. Natürlich hängt es wie immer von der Finanzierung und damit auch von Kubicas Sponsor Lotos ab. In den nächsten Wochen soll eine Entscheidung fallen. "Wir haben von Robert bei schwierigen Bedingungen eine solide Leistung gesehen", bewertet Wilson Kubicas Auftritt in Wales. "Er hat eine bedachte Vorgehensweise gewählt."

"Deswegen sollten seine Fortschritte einfacher kommen, falls wir ihn im kommenden Jahr wiedersehen werden. Wales ist eine Rallye, wo die Erfahrung sehr zählt", betont Wilson. "Deshalb denke ich, dass er mit seiner Leistung zufrieden sein kann. Er hat in diesem Jahr viele Fortschritte geschafft, vor allem auf Schotter. Ich denke, das hat man bei den vergangenen Rallyes sehen können."

Bei fünf der 13 Rallyes schied Kubica in diesem Jahr aus. In Schweden, Polen, Finnland und Spanien wurde er nach Zwischenfällen außerhalb der Top 10 gewertet. Auf der Habenseite stehen der sechste Platz in Argentinien, Rang acht in Italien und Position neun in Australien. Bei diesen drei Rallyes sammelte der ehemalige Formel-1-Pilot seine einzigen WM-Punkte. Es waren alles Schotter-Läufe.

"Ich beginne, den Rallye-Sport auf Schotter zu genießen", sagt Kubica. "Okay, ich hatte zu Saisonbeginn einige schwierige Momente, aber ich habe mich im Laufe des Jahres gesteigert. Ich möchte mich bei meinen Mechanikern bedanken. Ich muss jetzt noch konstanter werden, aber das kommt mit der Erfahrung", ist der Pole überzeugt.

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