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Sebastien Loeb stellt sich noch einmal dem Duell mit Sebastien Ogier
Sebastien Loeb stellt sich noch einmal dem Duell mit Sebastien Ogier © Citroen

Spannung vor dem einmalige WRC-Comeback von Sebastien Loeb: Armin Schwarz rechnet mit einer schwierigen Aufgabe für den Rekord-Weltmeister

Die Meldung schlug wie eine Bombe ein: Rekord-Weltmeister Sebastien Loeb wagt ein Comeback in der Rallye-WM und wird im Januar bei der berühmten Rallye Monte Carlo an den Start gehen. Diesen Klassiker hat der Franzose schon siebenmal gewonnen. Auch wenn Loeb wieder Platz hinter dem Steuer des Citroen DS3 WRC nehmen wird, haben sich die Zeiten verändert. Loeb fuhr in der abgelaufenen Saison in der Tourenwagen-WM und bestritt nach einem Jahr Pause im November mit der Rallye du Var eine nationale Rallye.

Nach der jahrelangen Dominanz von Loeb und Citroen hat Volkswagen das Zepter in der WRC übernommen. In Monte Carlo kommt es erneut zum Duell der beiden "Super Sebs" Loeb gegen Ogier. "Es ist toll, dass er sich wieder dem Wettbewerb stellt", findet 'Motorsport-Total.com'-Kolumnist Armin Schwarz. "Ich glaube aber auch, dass es für ihn eine sehr schwierige Aufgabe wird und er kaum an die vergangenen Erfolge anknüpfen wird können."

Dass sich Loebs Ära in der Rallye-WM dem Ende zuneigte, war ab 2012 im Stallduell gegen Ogier zu sehen. Auch bei den vier Abschiedsrallyes 2013 behielt Ogier zweimal die Oberhand. "Schon in seiner Abschlusssaison hatte er hin und wieder das Nachsehen gegen Ogier. Wenn man außerdem ein Jahr weg ist, kann man nicht sofort gegen Ogier und Latvala antreten, die voll im Saft stehen und jedes Risiko kennen und nutzen", findet Schwarz. "Deswegen wird sich Loeb schwertun."

Schwarz, Sieger der Rallye Spanien im Jahr 1991, dämpft deshalb die Erwartungshaltung: "Wenn er bei der Monte Dritter wird, wäre es ein schöner Erfolg. Ich glaube aber nicht, dass er gewinnen wird." Dennoch sorgte die Meldung, dass Loeb ein einmaliges Comeback geben wird, für Schlagzeilen. Über das Jahr gesehen ist die "Monte" immer jene Rallye mit dem medial höchsten Zuspruch.

"Von der Zuschauerpräsenz wird es sicher einen Aufschwung geben, aber von der Medienpräsenz würde ich es infrage stellen, denn es wird nur über seinen Gaststart berichtet werden", hält Schwarz fest. "Anschließend ist die Luft wieder draußen und es geht wieder nur um Ogier und Latvala sowie manchmal Mikkelsen. Sonst wird im kommenden Jahr nicht viel kommen, denn es gibt kein großes Stühlerücken. Deshalb denke ich, dass die nächste Saison leider nicht spannender werden wird, wie in diesem Jahr."

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