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Die Performance von Elfyn Evans konnte sich durchaus sehen lassen
Die Performance von Elfyn Evans konnte sich durchaus sehen lassen © M-Sport/McKlein

Zwar lagen Elfyn Evans und Ott Tänak in Monte Carlo gut im Rennen, doch am Ende musste M-Sport mit den Brotkrumen leben

"Hoch geflogen, tief gefallen", könnte das Motto von M-Sport bei der diesjährigen Rallye Monte Carlo lauten. Denn sowohl Elfyn Evans wie auch Ott Tänak lagen zwischenzeitlich auf aussichtsreichen Positionen, beendeten die Rallye allerdings nur auf den enttäuschenden Plätzen sieben und 18, sodass der Truppe nicht mehr übrig bleibt, als sich über den ermutigenden Speed zu freuen.

Evans und sein Beifahrer Daniel Barritt fuhren am Ende einen soliden siebten Platz ein, hätten aber durchaus mehr erreichen können. Der Waliser war auf einem starken fünften Platz unterwegs und hatte Rang vier im Visier, als er bei Etappe 11 (Prunieres - Embun 2) eine Wand berührte und sich die hintere Aufhängung seines Ford Fiesta RS WRC beschädigte. Zumindest konnten die beiden das Auto kurzfristig reparieren und so das Ausscheiden verhindern.

"Am Ende des Events bleibt nur hätte, wäre, wenn. Das Potenzial für mehr wäre definitiv da gewesen, aber ich habe ein paar dumme Fehler gemacht - und einer war extrem teuer", resümiert Evans seine Rallye. "Im Großen und Ganzen war der Speed gut, und das ist definitiv das große Plus, das wir aus diesem Wochenende ziehen können. Wichtig für die Zukunft ist auch, dass wir sehen können, wo wir etwas falsch gemacht haben. Ich freue mich auf die Rückkehr und einen weiteren Versuch im kommenden Jahr."

Markenkollege Ott Tänak hat ebenfalls seinen vorhandenen Speed bei der Rallye Monte Carlo bewiesen. Der Este war zusammen mit Co-Pilot Raigo Mölder sogar auf Rang drei der Gesamtwertung unterwegs, bevor er auf der zehnten Etappe (Lardier et Valenca - Faye) nach einer Kuppe von einem Stück Schotter überrascht wurde und dadurch von der Strecke abkam. Doch mit etwas Hilfe konnte auch er die Etappe wieder aufnehmen und das Aus verhindern.

Zwar wurde er am Ende nur 18., nahm aber zwei Punkte für die Herstellerwertung mit, die am Ende noch entscheidend sein können. "Es war kein schlechtes Wochenende für uns", sieht er dennoch recht zufrieden Bilanz. "Wir haben nicht gepusht, sondern einfach versucht, in einem guten Rhythmus zu fahren. Die Bedingungen waren sehr schwierig und das Gripniveau hat sich in fast jeder Kurve geändert - von daher war es eine ordentliche Rallye Monte Carlo!"

"Das macht auch die Rallye so schwierig, und darum benötigt man auch einen wirklich guten Aufschrieb und die Erfahrung, zu wissen, wie sich die Bedingungen von einem Abschnitt zum anderen verändern", so Tänak weiter. "Ich denke, das ist uns meisten gut gelungen, aber leider hatten wir gestern eine Situation, die uns viel Zeit gekostet hat. Das war eine wirklich harte Erfahrung, aber ich bin sicher, dass es für die Zukunft gut sein wird und dass wir es beim nächsten Mal besser machen werden."

Auch Teamchef Malcolm Wilson spricht von einer verpassten Möglichkeit, gibt aber zu, dass man mit einer solch guten Leistung selbst nicht gerechnet habe: "Das Resultat ist nicht so, wie es hätte sein können, aber ich war von Elfyn und Ott an diesem Wochenende extrem beeindruckt", lobt er seine Piloten. "Sie haben den Speed, aber sie haben auch den Willen und die Entschlossenheit für den Erfolg. Sie geben nie auf, und das wird sie noch weit bringen."

Und während Wilson mit der Leistung seiner beiden Fahrer zufrieden ist, möchte er auch noch ein paar andere Protagonisten der Rallye loben: zum einen die Zuschauer, die Tänak dabei geholfen haben, die Rallye wieder aufzunehmen, und zum anderen die Mechaniker von M-Sport, die ebenfalls ihren Anteil geleistet haben, damit beide Fahrer das Ziel erreichen. "Ich bin überzeugt, dass wir die besten Techniker im Sport haben. Sie haben ihre Fähigkeiten immer wieder bewiesen, und es ist eine Freude, jeden einzelnen bei M-Sport zu haben."

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