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Jari-Matti Latvala bejubelt sein erstes Podium bei der "Monte"
Jari-Matti Latvala bejubelt sein erstes Podium bei der "Monte" © xpbimages.com

Nach vielen gescheiterten Anläufen fuhr Jari-Matti Latvala bei der Rallye Monte Carlo endlich aufs Podium und sagt nun Sebastien Ogier in Schweden den Kampf an

Die Rallye Monte Carlo und Jari-Matti Latvala (Volkswagen) - das war bis zu diesem Jahr keine Liebesbeziehung. Mit den wechselhaften und daher schwierigen Bedingungen beim Saisonauftakt der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) kam der Finne in den vergangenen Jahren nie sonderlich gut zurecht. Erfolgserlebnisse suchte man in Latvalas Statistiken bei der Rallye Monte Carlo vergeblich.

Doch diesen Makel hat der 29-Jährige in diesem Jahr mit seinem starken zweiten Platz eindrucksvoll beseitigt. Dementsprechend groß war die Erleichterung nach der Rallye. "Es war auf jeden Fall besser als erwartet", sagt Latvala. Nach den Rückschlägen der vergangenen Jahre war er mit einer gedämpften Erwartungshaltung in die Rallye gestartet.

"Im vergangenen Jahr war ich Fünfter, und das war bis dahin mein bestes Resultat. Daher hatte ich mir vorgenommen, in die Top 4 zu fahren. Um den Sieg zu kämpfen, darüber habe ich nicht nachgedacht. Ich wollte einfach besser sein als im vergangenen Jahr", beschreibt Latvala seine Herangehensweise.

Und die war erfolgreich. Von Beginn an fuhr Latvala konkurrenzfähige Zeiten und etablierte sich schnell als erster Verfolger der beiden "Super-Sebs", Sebastien Loeb (Citroen) und Sebastien Ogier (Volkswagen). "Ich bin im Laufe der Veranstaltung immer besser gefahren", sagt er. "Ich habe viel mit Christoph (Treier, Mentaltrainer; Anm. d. Red.) und meinen Eis-Spionen gesprochen und gearbeitet und habe mit einen Plan zurechtgelegt."

Und der sah in diesem Jahr bei der "Monte" kontrollierte Offensive vor. "Wir sind bei den Reifen kein Risiko eingegangen", erklärt Latvala. "Ich habe zwar keine Wertungsprüfung gewonnen, war aber ständig Zweiter, Dritter oder Vierter und habe dadurch ein um 50 Prozent besseres Ergebnis erzielt. Das war ein wirklich starker Saisonstart, und der eine Punkt aus der Powerstage hilft auch."

Schon beim zweiten WM-Lauf in Schweden will sich Latvala aber nicht mehr mit Platz zwei zufrieden geben und sagt Teamkollege Ogier daher schon jetzt den Kampf an. Das Ziel ist die Wiederholung des Vorjahressiegs. "Schweden ist eine Schnee-Rallye, die ich liebe", so Latvala. "Dort muss man einen anderen Ansatz wählen. Hier hat die Taktik eine Rolle gespielt, in Schweden geht es mehr um den Speed. Ich werde dort kämpfen."

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