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Ob Nico Rosberg als aktiver Rennfahrer noch von den neuen Cockpits geschützt wird, ist derzeit ungewiss © Getty Images

Der Tod von Justin Wilson entfacht die Debatte um die Verbesserung der Sicherheit im Motorsport neu. Schon bald sollen neue Cockpit-Varianten getestet werden.

Angesichts der jüngsten tödlichen Unfälle im Motorsport forciert der Weltverband FIA offenbar die Entwicklung von sichereren Cockpits, die serienübergreifend eingesetzt werden können.

Nach Informationen von Motorsport.com stehen erste Tests bereits kurz bevor, schon im September sollen sie beginnen.

Die Cockpitkanzel, die lange als Patentlösung galt, wird demnach nicht mehr favorisiert. Dagegen befindet sich eine von Mercedes ins Gespräch gebrachte Lösung in der engeren Auswahl.

Die Konstruktion gleicht einem Bogen auf Höhe knapp unter der Airbox und endet an den Seitenwänden des Cockpits. Mittig vor dem Fahrer wird sie von einem Federstahlbügel getragen.

"Sie ist überdacht den Fahrer nicht, sodass er sich weiter bergen lässt", erklärte FIA-Rennleiter Charlie Whiting bei Autosport.com mit dem Hinweis auf die erschwerte Bergung bei der Kanzellösung. Die könnte zum Verhängnis werden, wenn Minuten über die Überlebenschancen entscheiden. Eine deformierte Kuppel könnte zur tödlichen Falle werden.

Eine weitere Option sind verschieden hohe Bügel rund um die Cockpitumrandung, die herumfliegende Trümmerteile vom Kopf des Piloten abhalten sollen, ohne die Sicht zu beeinträchtigen. Entsprechend eingestellte Winkel sorgen dafür, dass der Schutz für die Fahrer unsichtbar ist.

Neben der Cockpitkanzel wurde auch eine weitere Variante verworfen. "Wir haben auch an ziemlich hässliche Überrollbügel gedacht, die vor dem Piloten platziert werden sollten, aber damit lässt es sich nicht fahren - da sie nicht durchsichtig sind", meinte Whiting.

Ein finales Design sei jedoch noch nicht entwickelt worden.

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