vergrößernverkleinern
Carlos Sainz übernimmt die Führung
Carlos Sainz übernimmt die Führung © Getty Images

Die neunte Etappe wird wegen zu großer Hitze gestoppt, der Spanier setzt sich dennoch an die Spitze. Stephane Peterhansel bleibt eine Sperre vorerst erspart.

Sicherheitsbedenken angesichts gefährlich hoher Temperaturen haben am Dienstag zu einem vorzeitigen Ende der neunten Etappe der 38. Rallye Dakar geführt.

Wegen der großen Hitze in den Dünen von Fiambala im Westen Argentiniens entschieden die Veranstalter, das Rennen bei Kilometer 179 vorzeitig zu stoppen.

Über den Tagessieg gab die Zeitmessung am zweiten Kontrollpunkt den Ausschlag.

Dabei hatte der Spanier Carlos Sainz in seinem Peugeot das beste Ende für sich. Der Dakar-Sieger von 2010 übernahm mit seinem insgesamt 29. Dakar-Etappensieg auch die Gesamtführung vor Rekordchampion Stephane Peterhansel (+ 7:03 Minuten).

Die Entscheidung über die Verkürzung der Etappe trafen die Veranstalter womöglich auch in Gedanken an den im Vorjahr tödlich verunglückten Motorradfahrer Michal Hernik.

Der Pole war an den Folgen von Überhitzung und Dehydrierung gestorben.

Bereits zum Auftakt der Dakar 2016 hatten extreme Wetterverhältnisse in Argentinien für Chaos bei der Rallye Dakar gesorgt, so war nach schweren Regenfällen die erste Etappe abgesagt worden.

In der Folge wurden Etappen wetterbedingt zum Teil gekürzt.

Laut lokalen Medienberichten kam es am Dienstag auch zu einem weiteren tödlichen Unfall. Demnach verstarb eine Person, nachdem es auf einer Schnellstraße in der argentinischen Provinz Cordoba zu einem Zusammenstoß mehrerer Fahrzeuge gekommen war.

Darunter befand sich offenbar auch der Mitsubishi des Franzosen Lionel Baud, der am Samstag in Bolivien für den ersten Todesfall der Dakar 2016 gesorgt hatte.

Peterhansel wurde derweil von einer drohenden Sperre verschont. Das X-raid-Team hatte behauptet, der französische Peugeot-Fahrer habe auf der achten Etappe von Salta nach Belen einen illegalen Tankstopp eingelegt.

Nach einer Untersuchung wurde Peterhansel jedoch freigesprochen und darf das Rennen am Mittwoch fortsetzen. X-raid kündigte an, gegen diese Entscheidung in Berufung zu gehen.

"Ich verstehe die Beschwerde nicht. Das Tanken war legal", hatte zuvor Bruno Famin, Direktor von Peugeot Sport, gesagt.

X-raid-Boss Sven Quandt sah das völlig anders. "Beim Meeting wurde gesagt, dass nicht nachgetankt wird. Der Tankpunkt in der Karte galt nur für Motorräder und Quads, nicht für PKW", sagte Quandt laut motorsport.com.

teilentwitternsammelnE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel