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Der Deutsche Marc Lieb fuhr im Porsche zum Sieg bei den 24 Stunden von Le Mans © Getty Images

Marc Lieb feiert an der Seite eines Schweizers und eines Franzosen im Porsche einen dramatischen Sieg bei den 24 Stunden von Le Mans. Bei Toyota fließen bittere Tränen.

Der Ludwigsburger Marc Lieb ist in die Fußstapfen des deutschen Formel-1-Piloten Niko Hülkenberg getreten und hat nach einem an Dramatik kaum zu überbietenden Finale die 24 Stunden von Le Mans gewonnen.

Der 35-Jährige triumphierte bei der 84. Auflage des Langstrecken-Klassikers an der Seite des Schweizers Neel Jani und Romain Dumas aus Frankreich und bescherte Rekordsieger Porsche den 18. Le-Mans-Sieg.

Lieb nach Sieg in Le Mans: "Mir fehlen die Worte"

"Ich habe in den letzten 30 Minuten nicht mehr an den Sieg geglaubt. Mir fehlen die Worte", sagte Lieb mit Freudentränen in den Augen bei Eurosport. Ähnlich reagierte Dumas: "Ich bin überwältigt, es ist schwer, die richtigen Worte zu finden. Es ist ein Traum."

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Marc Lieb (r.) und Teamkollege Romain Dumas in der Porsche-Box © Getty Images

Der Erfolg gelang den Schwaben vor 263.500 Zuschauern nach einem denkwürdigen Rennverlauf: Drei Minuten vor Schluss blieb der lange führende Toyota mit Pilot Kazuki Nakajima bei Start und Ziel plötzlich stehen und musste dem Trio um Lieb den sicher geglaubten Sieg überlassen. Die genaue Ursache des Problems am TS050-Hybrid, der auch vom früheren Formel-1-Fahrer Sebastien Buemi pilotiert wurde, war zunächst unklar. 

Der zweite Platz des zweiten Toyota mit dem früheren Formel-1-Piloten Kamui Kobayashi am Steuer war nur ein schwacher Trost - durch das bittere Malheur verpassten die Japaner den lang ersehnten Premierensieg. In der Toyota-Box herrschten Fassungslosigkeit und Entsetzen, es flossen Tränen.

Auf dem offiziellen Twitter-Account reichte nur ein Wort, um die Situation zu beschrieben: "Heartbroken", das Herz ist gebrochen.

Mark Webber und Co. enttäuschen im zweiten Porsche

Der wie die Pole-Setter um Lieb aus der ersten Startreihe ins Rennen gegangene zweite Porsche mit dem früheren Formel-1-Star Mark Webber aus Australien und dem Homburger Timo Bernhard enttäuschte und belegte nur den 13. Rang. Die beiden Audi, Le-Mans-Sieger von 2010 bis 2014, belegten die Ränge drei und vier.

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Brad Pitt (r.) hatte die 24 Stunden von Le Mans am Samstagnachmittag eröffnet © Getty Images

Hülkenberg hatte im Vorjahr bei seinem Le-Mans-Debüt an der Seite des Briten Nick Tandy und Earl Bamber aus Australien triumphiert. Am Sonntag ging der Emmericher zeitgleich mit dem Le-Mans-Abschluss beim Großen Preis von Europa der Formel 1 in Baku/Aserbaidschan auf die Strecke.

Am Samstagnachmittag hatte Hollywoodstar Brad Pitt das Rennen in Le Mans für 58 Fahrzeuge gestartet.

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