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Riedemann will die Tabellenführung in Thüringen zurück erobern
Christian Riedemann will die Tabellenführung in Thüringen zurück erobern © ADAC Motorsport

Ein starkes Starterfeld garantiert bei der Thüringen-Rallye Spannung auf der Strecke - Show für die Fans: Stadtrundkurs bei Nacht in Pößneck.

Das Rallye-Fest geht auch in der zweiten Saisonhälfte weiter: Die Nennliste der Thüringen-Rallye (15.-16. Juli) verspricht erneut hochklassigen Sport. Beim sechsten von zehn gemeinsamen Läufen von Rallye Masters und Deutsche-Rallye-Meisterschaft (DRM) ist die Anzahl der Sieganwärter auf den zehn Wertungsprüfungen (WP) über 137,56 Kilometer beachtlich. Die DRM-Führenden Fabian Kreim/Frank Christian im Skoda Fabia R5 und ihre härtesten Verfolger Christian Riedemann und seine belgische Co-Pilotin Lara Vanneste im Peugeot 208 S16 R5 kämpfen um den Titel.

Die Verfolger werden angeführt vom ehemaligen Vize-Europameister Sepp Wiegand im Ford Fiesta R5, dem DRM-Dritten Dominik Dinkel im Skoda Fabia S2000, dem amtierenden Meister Ruben Zeltner im Porsche 911 GT3 und seinem Markenkollegen und Sachsen-Sieger Rainer Noller.

Die Freitagsetappe der Thüringen-Rallye führt über zwei WP und startet um 20:10 Uhr. Einer der Höhepunkte der Veranstaltung ist der abschließende Zuschauerrundkurs mitten durch Pößneck ab 21:01 Uhr. Nach der Übernachtungspause starten die Teams ab 7:00 Uhr in die Samstagsetappe. Die Hatz auf den ultraschnellen Asphaltprüfungen wird durch eine 90-minütige Pause ab 12:00 Uhr im Lutschgenpark in Pößneck unterbrochen, sie bietet den Fans die Möglichkeit, die Akteure und deren Sportgeräte aus der Nähe zu betrachten. Nach der abschließenden Nachmittagsetappe über weitere vier WP werden ab 17:20 Uhr auf der Zielrampe an der Sparkasse in Pößneck die Sieger geehrt.

Fabian Kreim hat noch eine Rechnung offen

Kreim reist im Skoda Fabia R5 als DRM-Führender nach Thüringen, hat aber mit den schnellen Asphaltpisten noch eine Rechnung offen. Im vergangenen Jahr war hier seine Premiere in der R5-Version des Fabia von Skoda-Deutschland. Er lieferte sich spannende Kämpfe mit Wiegand und übernahm kurz vor Schluss die Führung. In der letzten Prüfung rutschte er dann nach einem heftigen Regenschauer von der Strecke und musste aufgeben. "Ich möchte meinen Fehler vom letzten Jahr wieder gut machen", erklärt er und ergänzt: "Sepp darf man hier nicht unterschätzen, auch wenn er eine längere Pause hatte. Die schnellen und dadurch anspruchsvollen Strecken hier sind etwas Besonderes. Dazu kommt aber noch der Stadtrundkurs am Freitagabend, wo immer sehr viele Fans anwesend sind und uns anfeuern."

Sein direkter Meisterschafts-Rivale Riedemann war in Thüringen 2006 und 2007 am Start. "Der Stadtrundkurs mit seinen vielen Zuschauern ist das Highlight für die Fans", erinnert sich Riedemann. Die Frage nach den Favoriten ist für den Peugeot-Piloten auch schnell geklärt: "Fabian fährt jetzt in der fünften Woche seine vierte Rallye, so ein Programm wünscht sich jeder Pilot und Sepp hatte zwar eine lange Pause, aber da ist es wie mit dem Fahrradfahren, das verlernt man auch nicht, wenn man es einmal richtig kann. Zudem kennen beide die Prüfungen, die identisch auch im vergangenen Jahr so gefahren wurden. Wir wollen bei jedem Lauf möglichst viele Punkte sammeln und weitere Siege einfahren."

Die Verfolger garantieren Spannung

Es gibt eine ganze Armada von Verfolgern, die den beiden Titelaspiranten den Kampf um die Top-Platzierungen nur allzu gerne streitig machen wollen. Allen voran Wiegand, der in einem Ford Fiesta R5 antritt. "Ich bin dennoch so etwas wie ein Außenseiter, da ich gut ein Jahr keine Rallye mit einem solchen Fahrzeug mehr gefahren bin. Aber wer mich kennt, der weiß, dass ich nicht starte, um nur dabei zu sein", lautet die klare Ansage des Vize-Europameisters von 2014. Neben dem DRM-Dritten Dinkel sind es vor allem zwei Porsche-Piloten, die zu den Top-Anwärtern auf die Podestplätze zählen.

Der amtierende Deutsche-Rallye-Meister Zeltner gewann im Porsche 911 GT3 das Vollgas-Spektakel rund um Pößneck nach den Ausfällen von Kreim und Wiegand im vergangenen Jahr, tritt in dieser Saison aber nur noch sporadisch an. Sein fahrerisches Potential bewies der Schwabe Noller in einem weiteren 911 GT3, als er auf den ebenfalls schnellen Asphaltprüfungen der Sachsen-Rallye als Erster über die Ziellinie fuhr.

Bei der in die DRM integrierten 2WD-Wertung für Fahrzeuge mit nur einer angetriebenen Achse tritt der Führende Hermann Gaßner junior nicht an. Das ist für ADAC-Stiftung-Sport-Förderpilot Philipp Knof die Chance, im Citroën DS3 R3T zur Tabellenspitze aufzuschließen. Das Geschehen bei der Rallye Thüringen ist in einer Woche bei TV-Partner Sport1 zu sehen - im DRM-Magazin am Samstag, 23. Juli ab 11:30 Uhr.

© Motorsport-Total.com

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