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Wieder einmal musste Jari-Matti Latvala eine Enttäuschung erklären
Wieder einmal musste Jari-Matti Latvala eine Enttäuschung erklären © Volkswagen

Nach zwei Rallyes steht Jari-Matti Latvala noch ohne WM-Punkte da - Dafür kann der Volkswagen-Fahrer in Mexiko dank optimaler Startposition zuschlagen

Viel hatte sich Jari-Matti Latvala für diese Saison vorgenommen, doch nach zwei Rallyes kann er seine Hoffnungen auf den WM-Titel praktisch schon begraben. Schon bei der Rallye Monte Carlo musste der Finne nach einem Crash aufgeben. Nun machte ihm in Schweden die Technik einen Strich durch die Rechnung. "Knapp zwei Kilometer vor Ende der ersten Wertungsprüfung hatte ich nach einem Sprung einen Defekt an der Antriebswelle vorn links", seufzt Latvala. Er fuhr zwar mit Heckantrieb weiter, doch später besiegelte ein Aufhängungsschaden den Ausfall.

Latvala startete zwar am Samstag und Sonntag nach Rallye2-Regel, doch es wurde nur Platz 26 im Endergebnis. Damit holte er zum zweiten Mal in Folge keine WM-Punkte, während Teamkollege Sebastien Ogier in beiden Rallyes die maximale Punkteausbeute einsackte. "Mein zweites Heimspiel, die Rallye Schweden, lief natürlich überhaupt nicht nach meinen Vorstellungen", versucht Latvala die Enttäuschung zu verkraften. "Es ist immer bitter, wenn ein Wettbewerb sportlich so früh vorbei ist."

Volkswagen-Motorsportchef Jost Capito nimmt den Ausfall auf seine Kappe: "Wir fühlen uns sehr schlecht, denn diesen technischen Defekt hatten wir noch nie zuvor. Wir wissen noch nicht genau, warum es passiert ist. Jari hatte keinen guten Start in Monte und jetzt ist es wieder passiert. Am Samstag war er wieder sehr konkurrenzfähig und seine Stimmung ist auch wieder gut." Latvala gewann am Samstagabend die Superspecial in Karlstad und zeigte konkurrenzfähige Zeiten.

Zumindest die Performance macht dem Routinier Mut: "Dennoch ist es wichtig, dem Wochenende auch positive Aspekte abzugewinnen. Das Auto fühlte sich super an, wir waren absolut wettbewerbsfähig und das haben wir auf einigen Prüfungen mit Bestzeiten bewiesen. Leider musste ich auf der abschließenden Powerstage als Erster auf die Strecke und hatte somit keine echte Chance mehr auf Punkte."

Vorteil Mexiko?

Auch wenn Latvalas Situation momentan alles andere als ideal ist, so gibt es mit Blick auf die unmittelbare Zukunft auch einen sehr wichtigen Aspekt. Bei der Rallye Mexiko, der ersten Schotter-Rallye der Saison Anfang März, hat Latvala die beste Startposition der WRC-Fahrzeuge. Ogier wird dagegen an der Spitze des Feldes den "Straßenfeger" spielen müssen. Die Startposition ist in Mexiko ein nicht zu unterschätzender Vorteil.

Latvala muss diesen Vorteil in Mittelamerika nutzen, um sich mit einem Topergebnis zurückmelden zu können. "Für den nächsten Lauf in Mexiko haben wir eine gute Startposition und die gilt es jetzt zu nutzen", weiß er aus Erfahrung. "Hoffentlich spielen die Bedingungen mit und gegen etwas mehr Glück als bei den ersten beiden Läufen der Saison hätte ich auch nichts einzuwenden." Allerdings holte sich in den vergangenen drei Jahren Ogier den Sieg in Mexiko.

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